Gewalt

Die technische Entwicklung hat aus unseren Handys und Smartphones wahre Multimediawunder gemacht. Dies zeigt sich vor allem auch in der immer besseren Qualität, mit der Bilder und Videos aufgenommen und betrachtet werden können. Auch die Weitergabe dieser Inhalte ist dank moderner Apps wie WhatsApp und Snapchat oder auch Bluetooth & Co. sehr einfach.

Doch diese Funktionen werden immer häufiger missbraucht, um gewalthaltige Inhalte aufzunehmen oder weiterzugeben.

Fröhliches Schlagen? Geht’s noch? 

Bei diesen problematischen Inhalten unterscheidet man zwischen folgenden beiden Formen:

Happy Slapping

Happy Slapping hört sich erst einmal nicht besonders gefährlich an und klingt eher wie ein lustiger Scherz. Doch aus dem Englischen übersetzt bedeutet der Begriff „Fröhliches Schlagen“. Happy-Slapping-Videos zeigen gestellte oder reale Prügeleien oder gewalttätige Übergriffe, die meist mit dem Handy gefilmt werden.

Das es viel mehr als nur ein Scherz ist, wird auch klar, wenn man sich einmal anschaut, welche Straftaten dabei begangen werden: Die Täter üben nicht nur physische Gewalt aus, sondern verletzen auch Persönlichkeitsrechte des Opfers sowie das Recht am eigenen Bild. Zusätzlich kann der Handyfilmer vor allem auch wegen der Verbreitung von gewaltverherrlichenden Bildern oder Filmen mit Geld- oder sogar Freiheitsstrafe bestraft werden.

Mehr dazu findest du im Artikel "Happy Slapping – Gewalt auf dem Smartphone".

Was du tun kannst, wenn du ein solches Video erhältst, liest du in unseren Tipps.

Snuff

Snuff-Videos sind im Vergleich zu Happy-Slapping-Videos noch einmal deutlich heftiger: „to snuff out“ heißt übersetzt „jemanden auslöschen“. In diesen Videos wird gezeigt, wie Menschen getötet werden, z.B. durch Folter oder Hinrichtungen.

Die Filme stammen teilweise aus Kriegsgebieten und werden über das Internet weitergegeben. Doch die Verbreitung dieser Filme ist gesetzlich verboten und wird streng bestraft mit Geld- oder Gefängnisstrafe.

Folgen von Gewaltvideos

Es besteht die Gefahr, dass der Konsum solcher Videos Jugendliche verstört, seelisch verletzt, oder ängstigt. Dabei müssen Videos nicht zwingend den Weg auf das eigene Handy finden; es reicht schon, wenn diese auf dem Handy eines Mitschülers angeschaut werden.

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