Das, womit wir uns wohlfühlen und das, was wir jeden Tag häufig machen, sollten im Idealfall zusammenpassen. Dass das aber tatsächlich nicht immer der Fall ist, beweist die JIMplus Studie 2026. Manchmal schleichen sich in unseren Alltag Nutzungsweisen ein, die uns eigentlich gar nicht so gut tun. Du willst mehr wissen? Wir fassen die Ergebnisse der neuen Studie für dich zusammen.
Die JIMplus Studie ergänzt die „normale“ JIM-Studie, die immer gegen Ende des Jahres veröffentlich wird und die Mediennutzung von 12 bis 19 Jährigen untersucht. Bei handysektor fassen wir die Ergebnisse regelmäßig in einem Artikel zusammen.
In der Sonderstudie JIMplus wird der Fokus auf das digitale Wohlbefinden von Jugendlichen gelegt. 14 bis 17 Jährige haben dafür ein Online-Tagebuch ausgefüllt und ein Online-Interview durchgeführt. Aus den Ergebnissen wurde ein Fragebogen erstellt, welchen dann insgesamt 800 Jugendliche ausgefüllt haben.
Wir haben hier mal die wichtigsten Erkenntnisse für dich zusammengefasst. Vielleicht erkennst du dich ja wieder. Wenn du hier klickst, kommst du zur JIMplus Studie 2026.
Nicht alles, was regelmäßig genutzt wird, ist auch gut für das Wohlbefinden
In der Studie wurde erhoben, welche Onlineaktivitäten in der Freizeit besonders häufig genutzt werden – aber auch, bei welchen Aktivitäten sich die Befragten besonders wohlfühlen.
Diese drei Online-Aktivitäten lagen ganz vorne:
- Auf Social Media unterwegs sein (76%)
- Musik oder Podcasts anhören (75%)
- Filme, Serien, Shows anschauen (70%)
Spannend: Als Wohlfühlaktion nannten aber nur 19% die Social Media Nutzung. Unter den Top 3 sind:
- Zeit mit Freund*innen verbringen (64%)
- Mannschaftssport oder Teamsport (54%)
- Zeit mit der Familie verbringen (47%)
Bei den medialen Wohlfühlaktivitäten sind Musik und Podcasts hören (39%) und zocken (40%) ganz vorne dabei.
Wenn wir Medien benutzen, tun wir es also nicht unbedingt immer so, dass wir uns auch wirklich damit wohlfühlen.
Welche Social Media Apps uns gut tun – und welche nicht
In der Studie wurde außerdem erhoben, mit welchen Apps sich die befragten Jugendlichen wohl fühlen und mit welchen nicht so sehr. Am schlechtesten hat dabei TikTok abgeschnitten. 39% gaben an, dass TikTok ihnen nicht wirklich gut tut. Danach folgten Instagram und Snapchat. Pinterest, Discord und Twitch bekamen von den Befragten deutlich weniger negative Wertungen.
Hier seht ihr einen Auszug aus der Studie:
Eure Interessen bei Social Media … und problematische Inhalte
Fitness- und Sport, Unterhaltung und Popkultur, Comedy, Gaming und Mode sind die beliebtesten Kategorien in Social Media. Das sagen zumindest die befragten Jugendlichen. Wir sammeln bei Handysektor übrigens auch regelmäßig tollen Social Media Content und stellen ihn euch in der Kategorie Influencer des Monats vor. Schau doch gerne mal rein.
Dagegen nicht so schön: Fake News, extreme politische und religiöse Inhalte, Hate Speech bzw. diskriminierende Inhalte, gefährliche Challenges und sexistische Inhalte. Diese Kategorien wurden von den Befragten am häufigsten als problematischer Content bei Social Media benannt.
Und wie wird mit solchen Inhalten umgegangen? Die meisten sagen, dass sie einfach weiterscrollen oder sich nach kurzer Zeit eh nicht mehr an das erinnern, was sie gesehen haben – weil es einfach zu viel Input war. Immerhin jede*r Vierte*r gibt an, problematische Inhalte auf der Plattform zu melden. Wir finden: Das sind zu wenige! Dabei ist melden gar nicht schwer.
Meist findest du die „Melden“-Option, wenn du nach drei Punkten Ausschau hältst, „Melden“ wählst und dann aus einer Liste einen Grund auswählst. Anschließend wird deine Meldung an die jeweilige Plattform (Instagram, TikTok, Snapchat, …) weitergeleitet und diese prüfen, ob der gemeldete Inhalt oder der Nutzer bzw. die Nutzerin gegen die Communityrichtlinien verstoßen hat. Dann wird der Content entfernt und der Nutzende ggf. verbannt. Umso mehr Meldungen eingehen, umso höher rutschen diese in der Bearbeitungsliste der Plattform.