18.04.2017

Schleichwerbung im Netz – lass dich nicht hinters Licht führen

Fashion, Food und Fitness – das sind die Top-Themen auf Instagram. Millionen Nutzer folgen den Instagrammern, bei denen sich alles um einen coolen Life-Style und die sogenannten „drei F’s“ dreht. Sie genießen hohes Ansehen und Vertrauen unter ihren Abonnenten – und genau das macht sich die Werbebranche zunutze. Sie arbeitet mit den Instagrammern zusammen, um Werbung zu machen.

Ein schönes Bild vom Nachmittag im Café, eines mit schicker Sonnenbrille am Strand und eines von der neuen Uhr – viele Instagrammer nutzen ihre persönlichen Accounts für Werbung. Dabei werden Produkte von unterschiedlichen Firmen in Szene gesetzt und beworben. Das Ganze nennt sich Influencer-Marketing.

Was ist Influencer-Marketing?

Influencer (engl. für "Beeinflusser") sind Personen, die in Social Media Kanälen, zum Beispiel Instagram, ein hohes Ansehen genießen und mit Firmen kooperieren, um Werbung zu machen. Dafür erhalten sie Produktproben oder Geschenke, die sie in ihren Kanälen präsentieren. Manche bekommen auch Geld für Bilder mit Produkten, teilweise sogar bis zu 20.000 Euro pro Post. Wieviel sie genau verdienen sagen die meisten Instagrammer aber nicht. Für die Unternehmen ist diese Art der Werbung besonders effektiv, weil die Abonnenten den Influencern vertrauen und diese glaubwürdig sind.

Woran erkenne ich Werbung?

Sicher hast du auch schon einmal gesehen, dass auf Instagram ein Tee besonders in Szene gesetzt wurde oder jemand von einem neuen Fitnessdrink erzählt. Auch Klamotten, Uhren und andere Life-Style-Produkte werden auf diese Art beworben. Die Posts sind so gestaltet, dass dir die Werbung auf den ersten Blick nicht direkt auffällt. Du erkennst sie an Hashtags wie #ad oder #sponsored. Das ist in Deutschland Pflicht, wenn der Instagrammer dafür Geld bekommt. Für geschenkte Produkte gibt es noch keine genauen Regeln, deswegen werden diese häufig nicht gekennzeichnet.

Youtube als Werbekanal

Auch Youtuber nutzen ihre Bekanntheit und machen Werbung auf ihren Kanälen. Damit erreichen sie besonders Kinder und Jugendliche, die für die Werbebranche eine interessante Zielgruppe sind. Auch für Youtuber gilt, dass sie kennzeichnen müssen, wenn sie für die Präsentation eines Produktes Geld bekommen. Einen genauen Leitfaden, was erlaubt ist und was nicht, haben die Landesmedienanstalten erstellt.

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