Ich habe den Graustufenmodus eine Woche lang selbst ausprobiert … so ist es mir ergangen:
Schon am ersten Tag hatte ich das Gefühl, etwas zu verpassen. Auf Instagram sind plötzlich alle Beiträge und Storys einfach grau. Gerade bei Urlaubsbildern wollte ich eigentlich die Farben, die Stimmung, die Aussicht sehen. In Schwarz-Weiß wirkt alles deutlich weniger beeindruckend und etwas traurig.
Gleichzeitig fiel mir aber auf: Ich sehe nicht mehr sofort, wenn neue Storys verfügbar sind. Der bunte Kreis um Profilbilder fehlt, genauso wie der auffällige rote Punkt bei neuen Nachrichten, Likes oder Snaps. Auch bei WhatsApp ist der Status-Hinweis viel unauffälliger. Man muss schon bewusst hinschauen, um überhaupt zu merken, dass etwas Neues da ist.
Was allerdings nicht passiert ist … eine Reduzierung meiner Bildschirmzeit.
Auf Social Media hat mich der Graustufenmodus gar nicht so sehr gestört. Nur bei Urlaubsbildern war das eben etwas schade. Allerdings fand ich es störend, meine Serie nicht farbig sehen zu können. Das hat mich aber nicht davon abgehalten, sie gar nicht mehr anzuschauen. Ich bin einfach auf andere Geräte ausgewichen. Faktisch hat sich meine Smartphone-Bildschirmzeit dadurch zwar verringert, aber insgesamt habe ich dennoch gleich viel Zeit vor digitalen Geräten verbracht.
Auch einige Alltagsprobleme sind aufgetreten:
- Farbige Kalendertermine sind nicht mehr unterscheidbar
- Emojis verlieren etwas ihre Wirkung
- In WhatsApp sehe ich nicht mehr, ob Nachrichten schon gelesen oder Sprachnachrichten schon angehört wurden
- In der Galerie ist der Modus für mich ein absolutes No-Go – Fotos müssen einfach farbig sein
Gewöhnung hilft
Mit der Zeit gewöhnt man sich ein bisschen an den Graustufenmodus, vor allem auf Social Media. Morgens fand ich den Modus sogar ganz angenehm, weil das Display im Halbschlaf weniger knallt. Auf Dauer ist der Modus aber auch einfach nervig.
Sobald ich die Farbe wieder eingeschaltet habe, wirkte alles extrem übersättigt – fast schon zu bunt. Es ist ganz ungewohnt, wieder alles so knallig zu sehen.
Unterm Strich
Für mich hatte der Graustufenmodus keinen positiven Effekt auf meine Screentime. Ich war genauso viel am Smartphone beziehungsweise an digitalen Geräten insgesamt, nur war ich weniger glücklich dabei.
Es war aber interessant, den Modus mal auszuprobieren. Ich bin froh, nun wieder alles in Farbe sehen zu können, kann mir aber gut vorstellen, morgens und abends noch den Graustufenmodus einzuschalten – das ist einfach weniger reizüberflutend.
Hast du schon Erfahrungen mit den Graustufen gesammelt oder hast andere Tipps, um die Bildschirmzeit zu reduzieren? Dann schreib uns doch bei Instagram.
Artikel vom 18.02.2026.