Du versuchst im Alltag umweltbewusst zu leben, doch tust du das auch online?

Zur Schule fährst du mit Öffis oder dem Rad, Plastiktüten lehnst du immer dankend ab und auch was auf den Teller kommt, schaust du dir genau an. Weil du – wie viele andere – etwas für die Umwelt und gegen den Klimawandel tun willst. Doch vielleicht verbirgt sich auch in deiner Hosentasche ein echter Klimakiller: Unsere liebsten Apps schaden der Umwelt nämlich ganz schön. 

Streamingdienste als Problem

Ob Netflix, Amazon Prime oder YouTube: Fast jeder schaut gerne Videos, Filme oder Serien. Doch genau diese Inhalte stellen das größte Problem dar. Denn im Gegensatz zu Textdateien oder auch Musik benötigen Videos sehr viel Speicherplatz. Dieser wird in großen Rechenzentren zur Verfügung gestellt. Um zu funktionieren benötigen diese natürlich Srom – und zwar ziemlich viel. Außerdem entsteht in Rechenzentren Hitze und die muss wiederrum heruntergekühlt werden. 
 

Hättest du das gedacht?

In Deutschland stehen in Frankfurt am Main große Rechenzentren. Diese haben im Jahr 2019 laut CO2-Bilanz der Stadt Frankfurt 1037 Gigawatt Stunden Strom verbraucht – das ist mehr als doppelt so viel, wie alle Haushalte der Stadt zusammen.

Gibt es Lösungen?

Einige Unternehmen haben das Problem erkannt, dass durch ihre massiven Rechenzentren entsteht. Google und Facebook erhalten von Greenpeace für ihren Strommix beispielsweise die Note A und auch Apple bezieht 80% des benötigten Stroms aus erneuerbaren Energien. Samsung allerdings bezieht den Strom größtenteils aus Kohle- und Atomkraftwerken.
Weitere Ideen, wie Rechenzentren klimaneutraler gestaltet werden können, findest du auch in diesem Artikel. 

Was kannst du tun?

  • Informiere dich und andere über die Konsequenzen des Dauer-Streamings. Unten findest du ein kurzes Video, in dem viele wichtige Informationen zusammengefasst werden. Im Video kannst du ganz einfach deutsche Untertitel einstellen.
  • Konsumiere bewusst! Stundenlang netflixen, nebenher Insta-Stories raushauen und vielleicht noch ein bisschen auf YouTube abhängen. Klar – so kann man sich gut die Zeit vertreiben. Aber muss das wirklich sein? Überlege dir lieber, worauf die gerade wirklich Lust hast und entscheide dich dann dafür.
  • Probier's mit Streaming-Detox: Schaffst du es, einen Tag in der Woche nichts zu streamen? Netflix, YouTube, Spofitfy und Co? Das ist eine echte Challenge!

Artikel vom 04.02.2020.

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