„Mein Akku hält nur noch knapp 3 Stunden, was kann ich jetzt machen?“, fragte uns der 15-jährige Jan in seiner E-Mail. Kleine Schäden, wie ein kaputter Akku, sind kein Grund, ein Smartphone wegzuwerfen. Wir möchten dir deshalb Möglichkeiten zeigen, wie du dein Smartphone trotz kleinerer Mängel wieder flott kriegst und dir eine teure Neuanschaffung sparst!

Auch für Smartphones und Tablets gilt: Irgendwann hat ihr letztes Stündchen geschlagen und sie sind reif fürs Recycling! Doch bis dahin ist es ein weiter Weg und oft, wie auch bei Jan, müssen nur einzelne Teile ausgetauscht werden, um das Gerät wieder fit zu machen.

Manchmal gehen Smartphones oder Tablets aber schon wenige Monate nach dem Kauf kaputt. In diesem Fall hast du einen sogenannten Gewährleistungsanspruch.

Gewährleistungsanspruch

Beim Kauf eines neuen Smartphones erhältst du immer einen Garantieschein. Darin ist vermerkt, wann du Anspruch auf einen Ersatz, eine Entschädigung oder eine Reparatur hast. Meistens wird ein Smartphone repariert, wenn es innerhalb von 24 Monaten nach dem Kauf kaputt geht und du diesen Defekt nicht selbst verschuldet hast, z. B. wenn dein Bildschirm plötzlich schwarz bleibt. Hast du den Defekt selbst verschuldet, wird der Hersteller die Reparatur vermutlich nicht übernehmen. Beispielsweise, wenn du dein Smartphone fallen lässt und das Display bricht oder das Gerät ins Wasser fällt.

Das solltest du bei defektem Smartphone tun

  1. Suche die Garantiekarte heraus und überprüfe, welche Schadensfälle von der Gewährleistung des Herstellers abgedeckt werden!
  2. Ruf bei der Kundenhotline an oder bringe das Gerät zu deinem Fachhändler und informiere dich über Möglichkeiten zur Schadensbehebung. Meistens musst du das Gerät dann einschicken.

Wenn dein Gerät ins Wasser gefallen ist, kannst du es mit einem einfachen Trick retten.

 

Sollbruchstellen

Den Herstellern von Smartphones wird immer wieder vorgeworfen, ihre Produkte so zu bauen, dass sie kurz nach Ablauf der Garantie kaputt gehen und eine Reparatur zu aufwendig und damit zu teuer ist. So soll angeblich der Gewinn gesteigert werden, da mehr Geräte verkauft werden. Diese absichtlichen Sollbruchstellen im Smartphone nennt man "geplante Obsoleszenz".

Dieser Vorwurf konnte noch nicht nachgewiesen werden, klar ist jedoch, dass oft günstige Teile verbaut werden, die schneller kaputt gehen. Nahezu jeder Smartphone-Akku lässt nach zwei bis drei Jahren deutlich nach. Dies wird zum Problem, wenn der Akku fest im Smartphone verklebt ist, so wie beim iPhone zum Beispiel. So wird eine Reparatur weitaus teurer und oft wird dann lieber zu einem neuen Gerät gegriffen.

Reparaturdienste

In den meisten Fällen lässt sich ein beschädigtes Smartphone oder Tablet wieder reparieren. Man kann sein Gerät auch selbst reparieren - passende Anleitungen für die meisten Schäden liefert z. B. ifixit.com. Aber dazu muss man sich schon sehr gut auskennen, benötigt häufig Spezialwerkzeug und macht möglicherweise mehr kaputt.

Du hast die Möglichkeit, den Mangel auch beim Hersteller oder bei einer anderen Reparaturstelle reparieren zu lassen. Im Internet findest du eine große Auswahl an Smartphone-Werkstätten. Bei handyreparatur123.de, letsfix.de und smartphonehilfe.de kannst du beispielsweise einen Reparaturdienst in deiner Nähe suchen oder dein Smartphone einschicken und reparieren lassen.

Die Reparaturen beim Hersteller sind oft weitaus teurer. Um ein gebrochenes Glas bei einem iPhone 5 ersetzen zu lassen zahlt man direkt bei Apple beispielsweise über 100,- € mehr als bei anderen Handydoktoren. Wenn du dein Smartphone jedoch beim Hersteller reparieren lässt, kannst du dir sicher sein, dass Originalteile verbaut werden und keine billigeren Kopien. Deshalb solltest du bei der Auswahl eines Reparaturdienstes vorsichtig sein und dir gegebenenfalls Bewertungen von anderen Nutzern anschauen!

Kaputt.de kann dir dabei helfen zu entscheiden, ob du das Smartphone selbst reparieren kannst, was eine professionelle Reparatur kostet oder ob es günstiger ist, ein neues Gerät anzuschaffen.