Para...was? Was damit gemeint ist, liest du hier. Am Ende kannst du mit einem Test herausfinden, ob du auch in einer parasozialen Beziehung mit deinem Star steckst!

Du bist täglich auf sozialen Netzwerken unterwegs und verfolgst neben dem Alltag deiner Freunde auch das spannende Leben deiner Lieblingsstars. Vielleicht hast du auch den ein oder anderen Lieblingsinfluencer. Um immer up-to-date zu sein, was ihm oder ihr gerade so passiert, checkst du mehrmals täglich alle Social Media Posts. Gibt's was Neues auf Insta, Snapchat oder YouTube?

"Liege gerade am Pool – was macht ihr so?"

Durch ihre Posts nehmen uns die Stars mit in den Urlaub, auf Familienfeste oder zeigen uns ihren alltäglichen Wahnsinn. Das sind ganz schön viele private Einblicke! Als Fans freuen wir uns trotzdem über jede kleine Einzelheit, die wir so erfahren. Mag man einen Star oder Influencer besonders gerne, möchte man oft so viel wie möglich über diese spannende Person erfahren. 

Influencer am Pool

Das ist oft fast wie eine Freunschaft. Schließlich wissen wir echt viel von den Leuten, die wir über Instagram und Co verfolgen. Wir kennen Sie oft gefühlt ganz genau, auch wenn wir sie noch nie getroffen haben. Das wir über Social Media aber immer wissen, was unsere Stars so machen, gibt uns das Gefühl: wir sind ihnen irgendwie ganz nah. Und das ist den meisten von uns auch echt wichtig! Aber warum eigentlich?

Das steckt dahinter:

Wissenschaftler haben herausgefunden, dass sich bei der Nutzung von Medien zwischen Stars und ihren Fans eine Beziehung entwickeln kann. Sie nennen das  parasoziale Interaktion und parasoziale Beziehung. Im Gegensatz zu einer echten Freundschaft ist allerdings die parasoziale Beziehung zu einem Lieblingsstar nur eine “Als-Ob”-Beziehung, da sie nur von einer Person ausgeht. Das bedeutet, dass wir zwar die Beitäge unserer Lieblingsstars anschauen, kommentieren und liken... aber meistens eben nichts von den Stars zurückkommt. Egal wie viel wir über die Stars wissen und mit ihnen kommunizieren: Sie wissen von uns so ziemlich garnichts. Bei echten Freundschaft ist das ausgeglichener. 

Achtung Einseitig

 Auch wenn Yotuber und Influencer manchmal antworten, ist das trotzdem kein Vergleich zu einer echten Freundschaften. Der Kontakt beschränkt sich nämlich häufig nur auf Oberflächlichkeiten.

Deine parasoziale Beziehung

Diese parasoziale Beziehung wird immer stärker, je häufiger man die sozialen Netzwerkseiten seines Lieblingsstars besucht. Dadurch verbringt man sehr viel Zeit damit, sich über seinen Star zu informieren. Durch die vielen privaten Einblicke ist man aktiv an seinem Leben beteiligt, was wiederum die Beziehung zu ihm oder ihr stärkt.

Influencer reden

Kennst du das, wenn du nach dem Lesen eines Posts, in dem sich dein Lieblingsstar über ein Thema aufgeregt hat, selbst sehr verärgert bist? Oder hast du dich schon mal mit deinem Star gefreut, als etwas Tolles passiert ist? Warst vielleicht schonmal traurig, wenn dein Star auch traurig war?  Diese Gefühle, die beim Anschauen von Posts auftreten, werden von Wissenschaftlern als emotionale Bindung beschrieben. Dabei werden die Gefühle deines Lieblingsstars auf dich übertragen. Es gibt also einen Grund, warum wir oft genauso emotional auf Erlebnisse reagieren wie unsere Lieblingsstars.

Jeder ist in einer parasozialen Beziehung

Diese vielen neuen Informationen sollten dich aber nicht verunsichern, sie helfen dir vielleicht dabei, dein Verhalten besser einschätzen zu können. Schließlich ist fast jeder in einer parasozialen Beziehung mit einem Star – selbst deine Eltern. Gut, vielleicht nicht mit den gleichen Stars. Deine Eltern finden dann eher Nachrichtensprecher oder Moderatoren wie Günther Jauch cool. Es ist nämlich ganz normal, dass man so eine Beziehung entwickelt.

Beziehung

Bist du in einer parasozialen Beziehung?

Denk wenn du den folgenden Test machst einfach an einen deiner Lieblingsstars. Dann findest du schnell heraus, ob du in einer parasoziale Beziehung bist, oder nicht.
Zum Test

Dieser Beitrag entstand im Rahmen einer Kooperation von Handysektor mit der Universität Hohenheim. Der Beitrag wurde von den Master-Studierenden Natalie Decker, Tessa Raabe und Julia Wolf konzipiert und von der Handysektor Redaktionsleitung redigiert.