Ob Filme, Videospiele oder Apps – überall stehen Altersfreigaben. Auf der Verpackung eines Spiels steht beispielsweise „USK ab 12“, im Kino findet man das FSK-Logo und im App Store wird angezeigt, ab welchem Alter eine App empfohlen wird. Doch was bedeuten diese Zahlen eigentlich genau? Wer entscheidet, welches Alter angegeben wird? Und musst du dich wirklich daran halten?

Was bedeuten die Altersfreigaben?

Das Alter auf Filmen, Spielen und für Apps gibt an, ab welchem Alter dieses oder diese empfohlen wird, beziehungsweise freigegeben ist. Das richtet sich aus nach dem Jugendschutzgesetz. Bei den beiden bekannten Angaben USK und FSK (mehr dazu im nächsten Absatz) gibt es fünf Altersstufen:

  • Ab 0 Jahren
  • Ab 6 Jahren
  • Ab 12 Jahren
  • Ab 16 Jahren
  • Ab 18 Jahren

Aber beachte: Die Altersstufen bedeuten nicht, dass der Inhalt automatisch für jede Person dieses Alters passt. Das kommt ganz darauf an, womit du dich wohlfühlst.

Welche Systeme zur Alterseinschätzung gibt es?

Je nachdem, ob die Alterseinschätzung für einen Film, ein Spiel oder eine App ist, kommen unterschiedliche Systeme zum Einsatz:

FSK (Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft):
Die FSK prüft Filme und vergibt Altersfreigaben für Kinofilme, DVDs und Blu-rays sowie andere Filmangebote.

USK (Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle):
Die USK ist für die Alterskennzeichnung von Computer- und Videospielen zuständig. In Deutschland ist sie gesetzlich verpflichtend, sie muss also bei Games angegeben sein.

App Store und Google Play Store:
In den App-Stores werden Altersangaben für Apps angezeigt. Die Entwickler*innen geben an, was in der App passiert, und der Play Store und App Store schätzen danach das passende Alter ein.

PEGI (Pan European Game Information):
PEGI ist ein europäisches System zur Alterseinstufung von Videospielen. Es verwendet die Altersstufen 3, 7, 12, 16 und 18.

Was wird für eine Alterseinschätzung bewertet?

Für die Altersempfehlung wird geschaut, welche Inhalte sich negativ auf Kinder und Jugendliche auswirken können. Es gibt daher verschiedene Aspekte, nach denen bei einer Bewertung geschaut wird, z. B. Gewalt, angsteinflößende Inhalte oder sexuelle Inhalte. Feste Kriterien gibt es aber nicht – jeder Film wird einzeln betrachtet.

Bei den verschiedenen Systemen geht es nur um eine grundsätzliche Einschätzung. Sie sagen nicht, ob sie dir das Spiel auch empfehlen würden. Willst du das wissen, lohnt sich ein Blick in den Spieleratgeber NRW. Hier findest du Tests und Empfehlungen, ob das Spiel für dich geeignet ist oder nicht.

Sind Altersfreigaben rechtlich bindend?

Das kommt darauf an, ob es sich um eine App, ein Spiel oder einen Film oder eine Serie handelt.

Filme und Serien

Bei Filmen und Spielen mit einer FSK-Kennzeichnung gelten in Deutschland gesetzliche Jugendschutzregeln. Im Kino darfst du beispielsweise nur Filme schauen, die für dein Alter freigegeben sind. Wenn ein Film nicht geprüft wurde, darf er nur von Erwachsenen angesehen werden. Das gilt auch, wenn du einen Film kaufen möchtest. Die FSK übernimmt in vielen Fällen diese Einschätzung.

Eine Ausnahme gibt es für Filme ab 12 Jahren: Kinder ab 6 Jahren dürfen in Begleitung von ihren Eltern oder Erziehungsberechtigten Filme ab 12 Jahren besuchen.

Zuhause entscheiden deine Eltern, was du anschauen darfst. Sie können sich an die FSK-Empfehlung halten, müssen das aber nicht.

Apps und Spiele

In Deutschland ist die USK gesetzlich verpflichtend, sie muss also bei Games angegeben sein. Läden dürfen dir kein Spiel verkaufen, das für dein Alter nicht freigegeben ist. Das läuft also ähnlich wie bei Filmen. Genauso läuft es beim Zocken zu Hause: Deine Eltern können sich an die USK-Empfehlung halten, müssen das aber nicht. Zuhause entscheiden sie also, was du spielen und nutzen darfst.

Die PEGI ist nicht verpflichtend, aber kann auf manchen Spielen zusätzlich zur USK angegeben sein.

Wo kann man Altersfreigaben nachschauen?

Willst du wissen, warum ein Film oder ein Spiel so eingeschätzt wurde, schau am besten auf den Webseiten der USKoder FSK nach. Hier kannst du nach dem Film oder Spiel suchen und findest Hinweise und Begründungen dafür. Sie erklären dir genauer, warum ein Film oder ein Spiel diese Altersfreigabe erhalten hat. Weißt du das, kannst du eine bessere Entscheidung treffen, ob der Film oder das Spiel für dich geeignet ist oder nicht.

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