Welcher Messenger ist der Beste?
Nutzungszahlen
Dafür bekommt WhatsApp in unserem Rating 3 von 3 möglichen Punkten, Telegram bekommt 2 und Signal und Threema nur einen Punkt. Eine Punkteübersicht findest du am Ende des Beitrags.
Was kosten die Messenger?
Während man sich Telegram, Signal und WhatsApp kostenlos aus dem App- oder Playstore herunterladen kann, muss man für Threema einmal 3,99 Euro (iOS) oder 2,99 Euro (Android) bezahlen (Stand August 2022). Auch wenn man es von den anderen Messengern anders gewohnt ist, sollte man aber trotzdem bedenken, dass der Preis für Threema sehr niedrig ist.
Deswegen erhält Threema im Ranking 1 Punkt und die anderen Messenger 2.
Was können die Messenger?
Die Messenger sind sich in ihren Funktionen sehr ähnlich. Alle vier Apps bieten Einzel- und Gruppenchats an, in denen man Nachrichten, Bilder, Videos, Sprachnachrichten und Standorte versenden kann. Außerdem ist es bei allen Messengern möglich Anrufe und Videoanrufe durchzuführen.
Doch worin unterscheiden sich die Messenger?
Eine Besonderheit bei Telegram ist es, dass man hier Kanälen folgen kann. Die Inhalte, die in dem Kanal verbreitet werden, kann man (ähnlich wie bei TikTok oder Instagram) liken und kommentieren. Außerdem kann man hier Gruppenchats mit bis zu 200.000 Personen beitreten und große Datenmengen versenden (bis zu 1,5 Gigabyte).
Update 2025: Auch bei WhatsApp kann man seit September 2023 Kanälen folgen.
Bei WhatsApp kann man einen Status einstellen, der nach 24 Stunden wieder verschwindet. Außerdem können bei WhatsApp – genauso wie bei Signal und Telegram – Nachrichten versendet werden, die sich nach einer bestimmten Zeit wieder von allein löschen. Telegram, Signal und Threema Chats lassen sich außerdem durch ein Passwort schützen.
Super für den Datenschutz: Bei Threema muss man bei der Anmeldung nicht einmal seine Telefonnummer angeben. Stattdessen ist es möglich sich mit seinen Freunden und Bekannten über eine Threema-ID zu vernetzen.
Sicherheit und Datenschutz
Durch die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung werden deine Nachrichten sicher von deinem Handy an das Handy deines Chatpartners gesendet, ohne dass jemand die Nachrichten mitlesen kann.
Signal, Threema und WhatsApp haben eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung (WhatsApp allerdings erst seit 2014 für Android Geräte und 2016 für iOS). Bei Telegram kommt es auf die Art des Chats an: Geheime Chats haben eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Cloud-Chats (normale Chats) und Gruppenchats haben aber nur eine Transportverschlüsselung! Das bedeutet, dass die Nachrichten nur auf dem Weg von deinem Handy zum Server und vom Server zum Handy deines Chatpartners sicher verschlüsselt sind. Auf den Servern liegen die Nachrichten zwar auch mit einer Verschlüsselung – aber die kann von Telegram jederzeit entschlüsselt werden. Theoretisch könnte Telegram also Nachrichten aus Cloudchats mitlesen.
Open Source bedeutet, dass jeder nachgucken kann, wie genau eine App aufgebaut ist. Um dabei nicht nur Bahnhof zu verstehen, sollte man aber natürlich ein wenig über das Programmieren wissen.
Signal und Threema geben diese Codes frei. Telegram zeigt nur einen Teil und behält alle Angaben zu den Telegram-Servern lieber für sich. Von WhatsApp kann man sich keine Quellcodes ansehen.
Metadaten sind Daten über Daten. Mit diesen Metadaten können Messenger zwar nicht deine Nachrichten mitlesen (die sind ja in der Regel Ende-zu-Ende verschlüsselt), aber sie können trotzdem viel über dich herausfinden. Zum Beispiel mit wem du schreibst, wie lange, zu welcher Uhrzeit und von welchem Gerät und Standort aus. Mit diesen Daten kann ein Nutzerprofil angelegt werden und auch die Beziehung zwischen zwei Personen kann erahnt werden.
Auch bei diesem Punkt liegen Signal und Threema wieder ganz vorne, denn sie sammeln keine Metadaten. Telegram sammelt viele Metadaten und speichert sie für 12 Monate. Was genau mit diesen Daten dann passiert, weiß man aber nicht genau. Und auch WhatsApp liegt bei diesem Punkt ganz klar hinten. Denn die erhobenen Metadaten gibt WhatsApp an – und der Name ist hier sehr passend – den Konzern Meta (früher Facebook) weiter. Es wird vermutet, dass diese zusätzlichen Daten benutzt werden, um dir Werbung anzuzeigen, die genau auf dich zugeschnitten ist und um Facebook-Nutzerprofile zu vervollständigen. Von Meta gibt es hierzu aber keine Bestätigung.
Fazit
Am Ende musst du natürlich selbst entscheiden, welchen Messenger du am liebsten benutzen möchtest. Vielleicht hat dir unser Test ja bei der Wahl geholfen oder motiviert dich auch mal einen anderen Messenger auszuprobieren.