Das Internet ist sehr praktisch, um immer über die aktuelle Nachrichtenlage informiert zu sein. Du hast verschiedene Nachrichtenanbieter auf einem Blick. Du kannst in sozialen Netzwerken deine Lieblingsmedien abonnieren und bist so immer auf dem neuesten Stand. Doch im Netz kursieren auch Falschmeldungen. Mit welchen einfachen Regeln und Tools du dich schützen kannst, erfährst du in diesem Artikel.

Schalte dein Hirn an

Zunächst einmal solltest du bei besonders reißerischen und emotional aufgeladenen Meldungen genau überlegen: Kann das wirklich sein? Kann ich mir vorstellen, dass ich, meine Freunde oder Eltern etwas Ähnliches tun könnten, wie die Menschen in der Meldung? Möchte mir jemand mit der Nachricht Angst machen oder seine eigenen Interessen durchsetzen?

Geh auf Nummer sicher

Auf YouTube, Twitter kursieren viele Meinungen und dabei verschwimmen manchmal Fakten und Vermutungen. Soziale Netzwerke sind keine sichere Nachrichtenquelle! Frag dich lieber:

  • Ist die Meldung durch meinen Lieblings-YouTuber vielleicht sehr einseitig geschildert? (Video-Tipp)
  • Haben andere, größere Nachrichtenmedien auch schon darüber berichtet?
  • Geben andere Medien noch Zusatzinformationen, die etwas an der grundlegenden Sache ändern?

Erweitere deinen Horizont mit anderen Quellen!

Tool dich glücklich

Es gibt verschiedene Webseiten und Apps, die dir beim Erkennen von Fake News helfen können.

  1. Beim Hoaxsearch zum Beispiel kannst du nach Schlagzeilen suchen. Wenn diese bereits von dem Aufklärungs-Verein „Mimikama – Zuerst denken, dann klicken“ auf Wahrheit untersucht wurden, werden dir die Google-Links zu der entsprechenden Webseite angezeigt.
  2. Auf der Hoaxmap kannst du dir Falschmeldungen über Flüchtlinge nach Orten sortiert anzeigen lassen. So kannst du nachschauen, ob eine Meldung aus deinem Wohnort vielleicht bereits eingetragen und somit als Fake News entlarvt ist.
  3. Ein drittes Tool ist die App Fake News Check, in der du, anhand von Fragen und Tipps, eine Meldung auf Richtigkeit überprüfen kannst und viele weitere Informationen in einem Glossar erhältst.

Mach den Google-Moonwalk

Falschmeldungen lassen sich auch gut selbst über ihre Bilder entlarven. Um herauszufinden, ob ein Bild ursprünglich aus einem anderen Zusammenhang stammt, kannst du den Google-Moonwalk machen – also rückwärtsgehen. Wenn du auf Google Bilder auf das kleine Fotosymbol im Suchfeld klickst, kannst du entweder eine Bilddatei hochladen oder einen Link zu einem Bild eingeben. Anschließend werden dir alle Seiten, auf denen das Bild – oder eine bearbeitete Version des Bildes– zu sehen ist, angezeigt. So erkennst du, ob etwas an dem Bild verändert wurde oder es ursprünglich ganz woanders als angegeben aufgenommen wurde. Ein ähnliches Tool für YouTube-Videos gibt es hier.

Quiz & weitere Infos

Wenn du deine Fähigkeit Fake News zu erkennen testen möchtest, kannst du dieses Quiz durchspielen. Auf dieser Website findest du Artikel, die Medien unter die Lupe nehmen und dabei auch mal Falschmeldungen aufdecken. Mehr Informationen rund um das Thema Fake News findest du im Themenmonat.