Du glaubst Hacker sitzen mit Sturmmaske vor dem Bildschirm und hacken Smartphones unschuldiger Schüler? Dann lies unbedingt weiter...

Denn manchmal sieht die Wahrheit auch wirklich ganz anders aus. Hacker sind nicht unbedingt "die Bösen". Außerdem ist es doch ziemlich absurd, das irgendjemand maskiert vor deinem Computer oder Laptop sitzt, so wie das auf vielen Bildern dargestellt wird. Ja, es gibt Hacker, die versuchen auf illegale Weise Schaden anzururichten oder durch das Lahmlegen von Software oder den Diebstahl von Daten durch Erpressung an Geld zu kommen. Auf der anderen Seite gibt es aber auch unzählige Leute, die versuchen, durch ihre Fähigkeiten mit Hacking etwas Gutes zu tun. Beispielsweise kann man als Hacker versuchen, Unternehmen vor bösartigen Hackerangriffen zu schützen. 

Super Hacker mit 17

Der Amerikaner George Hotz, bekannt unter dem Pseudonym "geohot", hat auch eine spannende Geschichte. Schon in der Grundschule interessierte sich der heute 30-Jährige für technische Geräte. Er baute alles mögliche auseinander und setzte es dann neu zusammen. Später nahm er an verschiedenen Wettbewerben teil, bei denen er die Jury immer wieder begeisterte. 
Wirklich spannend wurde es für Hotz dann im August 2007, als er gerade 17 Jahre alt war. Da hatte er es nämlich geschafft, der erste Mensch mit einem ungesperrten iPhone auf der Welt zu werden.

Mit einem iPhone begann seine Karriere

Ungesperrt? Das ist deshalb etwas besonderes, da zu dieser Zeit iPhones immer nur in Verbindung mit einem bestimmten Netzbeitreiber funktioniert haben. In den USA funktionierten iPhones nur über den Telekommunikationsanbieter AT&T, das heißt, man konnte nur eine SIM-Karte von diesem Anbieter nutzen. George Hotz schaffte es als Erster, das iPhone auch mit einer anderen SIM-Karte nutzbar zu machen. Lustig: In diesem Video sieht man den jungen Hacker wie er sein ungesperrtes iPhone präsentiert. Was heute völlig belanglos und normal klingt, war damals eine riesen Sensation. Sein zweites ungesperrtes iPhone 8GB tauschte Hotz laut eigenen Angaben gegen ein Auto (Nissan 350Z) und 3 (noch) gesperrte iPhone 8GB. Klingt doch nach einem guten Deal?

Hacks für die Sony Playstation

Der iPhone-Hack war natürlich nicht sein letzter Streich. Auch mit Sony legte sich Hotz an, da er mehrmals Informationen zur Sicherheit der Playstation online veröffentlichte. Mit einem seiner Hacks soll es beispielsweise möglich gewesen sein, illegal kopierte Spiele auf der Playstation zum Laufen zu bringen. Das gefiel Sony so gar nicht und sie verklagten Hotz mehrmals.
Viele Hacker, so auch Hotz, wollen damit die Welt eigentlich ein Stückchen besser machen. Durch das Finden, Aufzeigen und Demonstrieren von Fehlern oder Sicherheitslücken in Systemen, wollen sie den Herstellern auch zeigen, dass sie das in Zukunft besser machen sollten. Da veröffentlichte Hacks, wie der von Hotz, Unternehmen aber oftmals um Gewinn bringen, kann es dafür aber auch Ärger geben.

So ging es mit George Hotz weiter

Dass Hotz Talent hat, war für so ziemlich jeden offensichtlich. Kein Wunder also, dass er bereits mit 21 Jahren als erfolgreicher Software-Entwickler bei Facebook eingestellt war. Heute hat Hotz ein eigenes Unternehmen und beschäftigt sich damit, wie man Autos sicher selbst fahren lassen kann.