Auch die schönste Zeit für Schülerinnen und Schüler – die Sommerferien – hat irgendwann ein Ende. Doch wenn du an die Schule denkst, musst du sicher auch sofort an Klassenarbeiten und fiese Tests denken. Dabei werden immer häufiger Smartphones als Spicker eingesetzt. Kennst du die besten Tricks? Und lohnt es sich wirklich zu schummeln?

In einigen Schulen sind Smartphones verboten. Sie müssen häufig ausgeschaltet in der Tasche bleiben und dürfen höchsten in der Pause auf dem Schulhof heraus geholt werden. Im Klassenzimmer und besonders bei Prüfungen sind die modernen Alleskönner gar nicht gern gesehen. Trotzdem gibt jeder zehnte Schüler zu, dass er sein Smartphone schon einmal zum Spicken in einer Klassenarbeit genutzt hat.

Welche Spicker 2.0 gibt es?

Die Handyhülle: In vielen Shops im Internet kannst du dir Handyhüllen selbst gestalten. Wenn du nun auch noch ein bisschen mit Photoshop oder einem ähnlichen Bildbearbeitungsprogramm umgehen kannst, kannst du dir einen Spicker in einer selbstgestalteten Handyhülle anfertigen lassen und diesen bei der Klassenarbeit auf dem Tisch liegen lassen - natürlich bei ausgeschaltetem Handy! Diese Methode kann aber ganz schön teuer werden, wenn du für jede Arbeit eine neue Hülle benötigst. Außerdem benötigst du einen langen Vorlauf, bis die Hülle gedruckt und geliefert wurde. Alternativ kannst du auch einen einfachen Spickzettel in der Handyhülle verstecken.

Das Klo-Lexikon: Auch während Klassenarbeiten darfst du sicher ab und zu mal aufs Klo. Wenn du dir vor der Klassenarbeit wichtige Informationen mit dem Smartphone fotografiert hast, kannst du sie später auf dem Klo gemütlich nach der richtigen Antwort durchsuchen. Wenn du WLAN oder Internet hast, kannst du auch nach der richtigen Antwort im Netz suchen. Wenn du allerdings bei jeder Frage aufs Klo musst, fällt das schnell auf!

Die Lern-App-Methode: Es gibt viele sinnvolle Lern-Apps, mit denen du gut lernen kannst. Diese kannst du natürlich auch zum Spicken missbrauchen. Während der Klassenarbeit kurz aufs Smartphone zu schauen, kann aber auffallen und mächtig Ärger geben!

Die Chat-Antwort: Wenn ihr in eurer Klasse eine Chat-Gruppe in einem Messenger habt, ist dieser Spicker ganz leicht für euch: Der Schnellste, der fertig ist, gibt Tipps über die Gruppe. So kann der Rest der Klasse die Antworten abschreiben oder Verbesserungsvorschläge geben.

Die Audio-Aufnahme: Alternativ kannst du dir eine Audio-Aufnahme mit dem Lernstoff erstellen und während der Klassenarbeit anhören. Mit einem kabellosen Miniohrstöpsel fällt das kaum auf. Allerdings könnte dich das ganz schön ablenken und bis die relevante Info auf deiner MP3-Aufnahme kommt, könnte die Zeit schon längst um sein.

Spicker schaden dir mehr, als sie helfen können!

Die Methoden zum Spicken mit dem Smartphone klingen ganz lustig und es gibt auch noch zahlreiche weitere, die wir nicht aufgezählt haben. Sicher fallen dir auch noch einige kreative Methoden ein. Aber das Spicken ist, egal ob mit oder ohne Smartphone, keine Alternative zum richtigen Lernen. Besonders in Fächern, in denen du logisch denken musst, wie in Mathematik oder Physik, bringt es dir vermutlich wenig, die Informationen auf dem Smartphone zu haben. Außerdem baut der Lernstoff in der Schule logisch aufeinander auf! Das heißt: Was du heute lernst, hilft dir in Zukunft neue Themen besser zu verstehen. Wenn du nicht lernst, verlierst du schnell den Überblick und kommst nicht mehr mit!

Und sind wir doch mal ehrlich: Nur auf ehrlich erbrachte Leistungen kannst du wirklich stolz sein. Es ist doch ein tolles Gefühl, wenn du gelernt hast und deine Mühe mit einer guten Note belohnt wird. Außerdem wäre spicken doch auch unfair gegenüber deinen Mitschülern, die fleißig gelernt haben und nicht schummeln!?

Aus gutem Grund werden Spicker also von Lehrern gar nicht gern gesehen. Wenn du beim Spicken erwischt wirst, bekommst du enormen Ärger und zudem eine schlechte Note. Besonders in wichtigen Abschlussprüfungen zählt das Benutzen eines Smartphones als Täuschungsversuch und kann zum Ausschluss von der Prüfung führen. Und wenn du Pech hast, sammelt dein Lehrer die Smartphones vor der Klassenarbeit einfach ein. Es lohnt sich also gar nicht, einen Spicker für Klassenarbeiten zu nutzen, da eine ehrlich erbrachte Note, auch wenn sie etwas schlechter ist, doch immer noch besser ist, als eine erschwindelte Note!

Fazit: Lernen mit dem Smartphone – ja! Spicken – nein!

Das Smartphone gehört also zwar nicht während Klassenarbeiten in den Unterricht, aber es gibt viele tolle Möglichkeiten, wie man das Smartphone im Unterricht nutzen oder damit lernen kann.