Die JIM-Studie 2020 zeigt, wie Jugendliche online gelernt haben. Ging es dir genau so?

Fast alle haben es im letzten Jahr erlebt: Die Schule ist zu. Lernen und Unterricht findet jetzt in den eigenen vier Wänden statt. Doch wie ist das gelaufen? Wie haben andere Schülerinnen und Schüler ihre Lerninhalte erhalten und wie hat das Von-Zuhause-Lernen bei ihnen geklappt? Wir haben die wichtigsten Ergebnisse dazu aus der JIM-Studie 2020 zusammengefasst.

Wie kam man an den Stoff?

Auf Platz 1: Die gute alte E-Mail. Fast 60% der Schülerinnen und Schüler haben ihre Aufgaben und Arbeitsmaterialien per Mail zugeschickt bekommen. Wirkt fast ein bisschen oldschool – aber es funktioniert eben.

Auf Platz 2: Über die Schulcloud oder die Online-Plattform der Schule. Da ging es bei einigen Schulen ziemlich schnell und sie haben sich eine eigene Plattform angeschafft. Das konnten dann immerhin 55% der Schülerinnen und Schüler nutzen.

Auf Platz 3: Bücher! Okay, das klingt nicht nur oldschool sondern ist es auch. Etwa ein Drittel der Schülerinnen und Schüler lernte dann Zuhause mit Büchern. Doch: Vielleicht war das auch mal eine angenehme Abwechslung. Schließlich hat man im Lockdown ja schon genug Zeit vor dem Bildschirm verbracht.

Trostpreis: Auf Platz 4 befinden sich Videokonferenzen. Immerhin 27% der Schülerinnen und Schüler gaben an, auch mal im Rahmen von Videokonferenzen gelernt zu haben.

Wie wird das Online-Lernen bewertet?

Ein Drittel der Jugendlichen würde das Online-Lernen mit der Note 2 bewerten
Eine glatte 1 geben nur 13% der Befragten.
Damit gibt es von etwa der Hälfte der Jugendlichen eine ganz gute Note fürs Lernen von Zuhause.
Etwas weniger als die andere Hälfte der Befragten, nämlich 42%, bewerten das Online-Lernen mit den Noten 3 und 4.

Insgesamt kann man also sagen, dass im Zeugnis wohl eine 2-3 als Note fürs Online-Lernen stünde.

Lernen in Corona-Zeiten

Was klappt nicht so gut?

Leider gibt es auch einige Schwierigkeiten beim Lernen in Corona-Zeiten. Vor allem diese Punkte fanden Jugendliche 2020 schwierig.

  • Motivation

Fast 60% gaben an, sich nur schwer für's Lernen motivieren zu können. Wer fühlt es auch?

  • Durcheinander mit den Plattformen

36% der Jugendlichen stören sich an den verschiedenen Plattformen, über die man erstmal den Überblick behalten muss. Schulcloud, Moodle oder doch per Mail? Da raucht einem schnell der Kopf.

  • Internetprobleme

Sind für immerhin 16% ein echtes Problem. Wenn der Download der Materialien schon Stunden dauert oder es bei der Videokonferenz nur ruckelt... klar, da kommt man schlecht mit dem Lernen voran.

  • Ein ruhiger Ort

Was es dringend zum Lernen braucht ist ein Ort dafür. Doch den hat nicht jeder, zum Beispiel wenn man sich ein Zimmer mit Geschwistern teilt. Für 12% der Jugendlichen wird das zum Problem, denn so ist es schwer, sich zu konzentieren.

Und du?

Was sind deine Erfahrungen zum Online-Lernen in Corona-Zeiten? Hast du ein besonders positives Beispiel, weil eine Lehrerin ein total cooles Konzept aufgestellt hat? Oder hast du dich furchtbar über einen Lehrer und seine veraltete Art zu unterrichten geärgert?
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Artikel vom 08.01.2021.

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