Tinder

Allgemeines

Wieder einmal sorgt eine neue App für viel Gesprächsstoff: Die Rede ist von „Tinder“. Hierbei handelt es sich um eine neue „Flirting-App“. Sie ermöglicht den  Kontakt zu flirtwilligen Facebook-Nutzern in deiner Umgebung herzustellen.

„Tinder“ heißt auf Deutsch so viel wie „Zündstoff“. Mithilfe der App, sollen zwei Menschen erfahren, ob sie „Feuer und Flamme“ füreinander sind. Ein Spiel mit dem Feuer!?

Funktion & Bedienung

Durch einfaches Wischen oder Klicken über den Bildschirm kann man ein „Like“ oder „Nope“ an andere Nutzer vergeben, je nachdem ob man die Person interessant findet oder nicht. Wenn zwei Personen sich gegenseitig „liken“ entsteht ein „Match“ – eine Übereinstimmung. Nun kann im app-internen Chat miteinander geschrieben werden.

Um Tinder nutzen zu können muss man sich mit seinem Facebook-Account anmelden. Die App postet allerdings nichts auf dem Facebook-Profil, sondern möchte die Interessen beider Nutzer vergleichen, um möglichst gute „Matches“ zu erreichen.

Bevor „getindert“ wird, musst eingestellt werden, an welchem Geschlecht und welcher Altersgruppe der Nutzer interessiert ist und in welchem Umkreis gesucht werden soll.

Kostenfalle, Datensicherheit & Missbrauch

Die App ist für Android- und iOS-Betriebssysteme kostenlos. Durch die Verbindung des Facebook-Profils mit „Tinder“ werden aber sämtliche Daten von Facebook an Tinder übertragen: Freundeslisten, Interessen, Wohnort, Fotos usw. Auch wenn die App-Entwickler beteuern, dass die Daten nur zur Erstellung des Tinder-Profils genutzt werden, ist eine Portion Misstrauen hier sicherlich angebracht.

Falls du von anderen Nutzern belästigt wirst, kannst du diese melden oder blockieren. Um einen Nutzer zu melden musst du einen bestimmten Grund angegeben. Die Meldung wird dann überprüft. Wenn du jemanden blockiert hast, kann diese Person dir keine Nachrichten mehr schicken. Eine Blockierung ist permanent und kann nicht rückgängig gemacht werden.

Zudem gibt es ein Mindestalter für die Nutzung der App. Tinder hat den Bereich Jugendliche zwischen 13 und 18 Jahren gesperrt - also dürft ihr die App erst dann nutzen, wenn ihr volljährig seid. Wie empfehlen dir, dich daran zu halten und auf andere Apps umzusteigen, wenn du neue Leute kennenlernen willst. Denn auf Tinder werden dir nicht die Profile Gleichaltriger angezeigt, sondern nur die Profile Volljähriger.

Fazit & Empfehlung

„Tinder“ vereinfacht die Suche nach neuen Bekanntschaften im näheren Umkreis.

Die Verifizierung der Profile über Facebook ist jedoch nicht zuverlässig. Denn falsche Angaben über Alter oder Interessen oder sogar komplett falsche Profile gibt es auch auf Facebook. Die Gefahr ist also sehr hoch, dass du dich auf Schwindler einlässt. Von einem Treffen mit Personen, die du über „Tinder“ kennengelernt hast, raten wir daher dringend ab!

Allgemein solltest du dich nie mit Personen treffen, die du nur aus dem Internet kennst. Das ist ein Spiel mit dem Feuer und kann schnell gefährlich werden. Falls du es doch machst, dann geb auf jeden Fall vorher Freunden von dir Bescheid und informiere deine Eltern! 

Außerdem ist die Entscheidung für eine Kontaktaufnahme sehr oberflächlich und wird fast nur aufgrund von Äußerlichkeiten getroffen. Doch ob zwei Menschen „Feuer und Flamme“ füreinander sind und gut zusammenpassen hat nur wenig mit dem Aussehen zu tun.

(Stand: 13.06.2016)

Hinweis

Jede App bietet Vor- und Nachteile. Wir wollen keine App verbieten, sondern weisen auf mögliche Probleme hin und geben – sofern möglich – Tipps für eine kompetente und sichere Nutzung. Letztendlich muss jeder für sich selbst eine Abwägung treffen, ob man die App nutzen möchte oder nicht.

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