„Schulferien werden deutschlandweit um vier Wochen gekürzt!“ oder „Trink jeden Morgen ein Glas Apfelessig und du verbrennst Bauchfett im Handumdrehen!“ – solchen oder so ähnlichen Desinformationen begegnet man online ständig (die Verbraucherzentrale und Quarks haben weitere Informationen zum Thema Apfelessig zusammengetragen, falls du mehr dazu wissen möchtest).

Auch aus unserer Community hat uns dazu eine Frage erreicht:

"Wie erkennt man, ob Informationen echt oder eher fake sind?"

Falschinformationen begegnen uns immer wieder. Manchmal kann es wirklich schwierig sein, sie richtig einzuordnen – aber nicht unmöglich. Denn mit der richtigen Strategie, hat man eine gute Chance Fake News zu entlarven und sicher von wahren Inhalten zu unterscheiden.

Nachdenken: Wer will mich da gerade informieren?

Prüfe zuerst, woher eine Information kommt. Das fängt bei der Person an, die diese schreibt, ausspricht oder teilt. Dabei solltest du dich zuerst fragen, ob diese Person wirklich Expert*in auf diesem Gebiet ist. Wenn dir zum Beispiel eine staatlich geprüfte Ernährungsberaterin erklären will, was du essen solltest und was eher nicht, solltest du ihr mehr glauben als irgendeinem selbsternannten Fitness-Influencer.

Sicher bist du mit diesem Background-Check aber nicht immer. Zusätzlich kannst du überprüfen oder nachfragen, woher die Person selbst ihre Information hat. Seriöse Journalist*innen, Websites und Social Media Profile geben ihre Quellen meist von sich aus an. Wer wissenschaftliche Studien und oder Zitate von Forschenden anführt, ist sehr viel glaubwürdiger als die, die das nicht tun. Achte aber auch hier darauf, welche Quellen angegeben sind – und ob diese wiederum seriös sind.

Analysieren: Wie wird die Information rübergebracht?

Ein anderer wichtiger Punkt, um Fake News zu erkennen: Wie wird dir die vermeintliche Information vermittelt? Ist der Text übertrieben, dramatisch und mit vielen Ausrufezeichen geschrieben? Oder soll ganz gezielt starke Emotionen in dir wecken? Ist das der Fall, solltest du lieber vorsichtig sein: Denn wenn jemand echte Fakten präsentiert, muss er ja eigentlich niemanden mehr durch zusätzliche Mittel überzeugen, oder?

Fakten checken: Du willst es ganz genau wissen

Wenn du dir nach diesen Überlegungen immer noch unsicher bist, ob eine Information tatsächlich wahr ist, kannst du sie selbst ganz gezielt überprüfen.

Dafür bieten sich entweder verschiedene Websites an, wie zum Beispiel der Faktenfinder der ARD oder der Faktencheck der Europäischen Kommission. Hier werden aktuelle Falschnachrichten geteilt und eingeordnet. Zum Apfelessig-Hack vom Anfang findest du dort aber nichts.

Du kannst dich in so einem Fall einfach selbst auf die Suche machen: Recherchiere einfach in einer Suchmaschine wie Google danach. Wenn du noch weitere Quellen findest, die nicht in Verbindung zu deiner ersten Quelle stehen und dieselbe Information teilen, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass es sich um die Wahrheit handelt. (Das nennt man Zwei-Quellen-Prinzip. Auch Journalist*innen arbeiten danach.)

Fake News auf Social Media: Bleib wachsam!

Auf Sozialen Netzwerken kann grundsätzlich jede*r teilen, was und wieviel er oder sie will – ganz egal ob Meinung oder Fakt. Das ist erstmal gut, denn so kann jede*r seine oder ihre Meinung sagen. Aber: nicht alles stimmt auch tatsächlich. Für Fake News muss man nicht mal unbedingt aufwändige Posts erstellen, sondern kann auch einfach mit kurzen Kommentaren falsche Informationen verbreiten. Deshalb ist es vor allem bei den vielen Informationen, die wir über Social Media sehen, wichtig, immer wieder bewusst zu hinterfragen und zu überprüfen, was man da sieht.

Unsere Checkliste kann dir dabei helfen

  • Profilcheck:
    • Bot oder Mensch: Wird ein echter Name verwendet? Hat das Profil eigene Posts? Wirkt die Bio echt auf dich?
    • Background: Was befähigt die Person dazu, ihr vermeintliches Wissen zu haben? Ist sie in irgendeiner Form zertifiziert, oder einfach selbsternannte*r Expert*in?
    • Gesamteindruck: Was postet die Person sonst? Kann ich bei anderen Posts besser einschätzen, ob die Informationen vertrauenswürdig wirkt?
  • Quellencheck: Werden in der Caption oder im Post selbst Quellen genannt? Und wenn ja, sind sie vertrauenswürdig?
  • Formcheck: Werde ich neutral informiert, oder wird hier gerade Clickbait betrieben? Fühle ich mich durch Formulierungen oder Bilder übermäßig gestresst, verängstigt oder werde wütend?

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