Hast du in deinem Social Media Feed schon einmal die lustigen KI-Videos mit dem sprechenden Gemüse gesehen? Beispielsweise der Kürbiskern, der für Haarwachstum wirbt. Oder die grüne Paprika, die traurig ist, weil alle lieber zum roten oder gelben Geschwisterchen greifen. Erstmal scheinen die Videos recht harmlos oder sogar witzig zu sein … doch teilweise werden durch die Clips ziemlich bedenkliche Gesundheitstipps gegeben. Und es lohnt sich auch, auf die Masche hinter den Clips zu schauen!

Fragwürdige Gesundheitstipps durch das TikTok-Gemüse

Screenshot aus Video mit sprechendem Granatapfel
Screenshot von @ernaehrungs_spezialist auf Instagram

Dass eine gesunde Ernährung sich positiv auf unsere Gesundheit auswirken kann, ist klar. Und natürlich schlummern gerade in Obst und Gemüse viele wichtige Vitamine, Minerale und Ballaststoffe. Manche der KI-Clips vermitteln aber, dass durch ein bestimmtes Gemüse sogar Krankheiten geheilt werden könnten („Brokkoli ist das beste Produkt gegen Krebs“, „Bananen schützen dich vor Bluthochdruck“ oder „ein Teelöffel Zimt ist wirksamer als Medikamente“). Und hier wird es wirklich kritisch! Denn natürlich kann der Verzehr von etwas Gemüse keine medizinische Behandlung ersetzen!

Wer steckt hinter den KI-Gemüse-Clips?

Screenshot von KI Banane
Screenshot von @ernaehrungs_spezialist auf Instagram

Eine Recherche vom NDR hat ergeben, dass hinter vielen der Kanäle mit KI-Gemüse ein Ernährungscoach aus Norddeutschland steckt. Dieser macht durch die Videos Werbung für sein Abnehmcoaching – welches natürlich ordentlich Geld kostet! Eine amerikanische Firma namens Sen Marketing LLC produziert die KI-Videos für ihn. Wenn du mehr darüber erfahren willst, dann klick doch mal auf diesen Link. Dadurch kommst du zur NDR-Recherche.

 

 

Videos melden

Wenn du Videos mit kritischen Gesundheitsaussagen siehst, dann solltest du sie melden. Das geht direkt auf der Plattform – meist über die drei Punkte, die am Rand der Videos oder Beiträge zu sehen sind. Manchmal kann es aber sein, dass Inhalte trotz Meldung nicht gelöscht werden.

Wenn das der Fall ist, kannst du noch einen Schritt weiter gehen: mit einer Beschwerde bei jugendschutz.net. Das Team sichtet deine Beschwerde und wendet sich entweder direkt an den jeweiligen Urheber (also die Person, die für den Inhalt verantwortlich ist) oder schickt die Beschwerde weiter an die Kommission für Jugendmedienschutz. Die können dann ein medienrechtliches Verfahren einleiten.

Was denkst du über das KI-Gemüse und Obst? Schreibe uns deine Meinung unter unseren aktuellen Post bei Instagram oder TikTok.

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