Eine zweite Runde Nostalgie mit Kim, Nora und Flo und Marius.
Flo: Mafia
Da ich erst 14 Jahre alt war, waren meine Eltern erwartungsgemäß nicht so sehr begeistert von diesem Game. Allein der Name „Mafia” hat sie schon abgeschreckt – hinzu kam, dass das Spiel erst ab 16 Jahren freigegeben war. Alle Zeichen standen also auf Verbot… und das musste ich verhindern: Wie ein echter Mafiosi habe ich dann einen „Deal” vorgeschlagen: Ich würde in Mafia nur durch die Stadt fahren und die Gangster-Missionen links liegen lassen. Aber ihr ahnt es schon: Kaum war ich allein zu Hause wurde die erste Mission gestartet. Und auch wenn Gewalt und Waffen im Spiel sehr dominieren, so geht es doch auch um Freundschaft und Vertrauen sowie Schuld und Vergebung. Letztendlich kann ich sagen: Kaum eine Geschichte hat mich so sehr gefesselt und ist mir so eindrucksvoll in Erinnerung geblieben wie die von Mafia!
Kim: Anno 1602
Nora:
Marius: Mass Effect
Das erste Mass Effect wurde weltweit im November 2007 auf der Xbox 360 veröffentlicht. Ich war gerade 16 Jahre alt und hätte es theoretisch direkt spielen dürfen, war jedoch schon immer ein Computer- und Playstation-Spieler, weswegen mir dieses Action-Rollenspiel bis zu seinem Windows-Release im Juni 2008 verwehrt blieb. Als ich es dann endlich in meine Finger bekam, wurde ich mit Überlichtgeschwindigkeit in die virtuelle Milchstraße katapultiert. In der hier dargestellten Zukunft hat die Menschheit, dank antiker Alientechnologie, das Weltraumreisen gemeistert und ist der jüngste Teil eines Verbunds aus verschiedenen, interstellar reisenden Rassen. Der Spielcharakter „Commander Sheppard“ (m/w) erlebt über den Verlauf der Trilogie ein episches Weltraumabenteuer mit einer tiefgreifenden Story, vielschichtigen Charakteren, einem mal mehr (Teil 2+3), mal weniger (Teil 1) packendem Gameplay und einem Soundtrack, der bei mir noch heute Gänsehaut auslöst („Leaving Earth“ alleine entführt mich jedes mal aufs Neue mit seiner Tragik in die tiefen des Weltraums).“
Ein wichtiges Merkmal der Reihe waren schon immer die Entscheidungsmöglichkeiten. So konnte man z.B. einer Reporterin ein Interview geben oder ihr einfach deftig eine zimmern, wenn man Lust hatte böse zu spielen. Auch die Interaktionsmöglichkeiten mit Sheppards Begleitern waren für mich damals einzigartig. Ich konnte mich mit meinen Crewmitgliedern anfreunden, oder sogar Beziehungen mit ihnen eingehen (unabhängig von Rasse oder Geschlecht).Oder natürlich gemein zu ihnen sein.
Für mich persönlich erreichte die Reihe ihren Höhepunkt mit dem zweiten Teil. Die Geschichte wurde vertieft und erweitert, das Gameplay ausgereifter und abwechslungsreicher als noch im ersten Teil und die Begleiter, egal ob neu (Legion, Mordin Solus) oder wiederkehrend (Tali’Zorah, Garrus), wuchsen mir in keinem anderen Spiel so sehr ans Herz wie hier.
Abgesehen vom Ende des dritten Teils, bei dem alle vorherigen Spielentscheidungen über den Haufen geworfen wurden und man sich einfach zwischen drei verschiedenen Enden entscheiden konnte (R.I.P. Marauder Shields), ist für mich die Mass Effect-Trilogie eine fast perfekte, unglaublich immersive Space-Opera.
Auch der furchtbare vierte Teil „Mass Effect Andromeda“, der abseits der Hauptgeschichte in der namensgebenden Andromeda Galaxie spielt, kann die Erinnerungen an die großartige Ursprungstrilogie nicht trüben.
In diesem Sinne: „You can fight like a Krogan, run like a leopard, but you’ll never be better than Commander Shepard“