08.02.2016

Extremismus im Netz: Rechtsextremismus

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„Ausländer raus“ oder „Deutschland den Deutschen“ – bestimmt sind dir solche Parolen in sozialen Netzwerken und Kommentarspalten auch schon aufgefallen. Flüchtlinge stehen derzeit im Fokus von Rechtsextremen. Die Botschaften verbreiten sich im Internet rasend schnell und versuchen auch andere Menschen in den Bann zu ziehen. Wir erklären dir, was Rechtsextremismus ist und wie du ihn erkennst!

Spiel mit der Angst

Rechtsextremismus möchte Angst schüren – Angst vor fremden Menschen aus anderen Ländern, mit anderer Hautfarbe oder mit anderer Religion. Aktuell bekommen die Flüchtlinge das zu spüren: Sie seien kriminell, nehmen Arbeitsplätze weg und lassen sich komfortabel vom Staat finanzieren. Mit solchen Parolen können sich viele Deutsche identifizieren, die selbst nicht viel besitzen und Angst vor einem sozialen Abstieg haben. Diese Angst führt dann neben fiesen Sprüchen und Beleidigungen auf der Straße oder im Netz auch immer häufiger zu Gewalt gegen Flüchtlinge und Flüchtlingsheime.

Neben Rechtsextremismus gibt es aber auch noch andere extreme Ideologien wie Linksextremismus oder Islamismus.

Versteckte Botschaften

Rechtsextremismus erkennt man oft nicht auf den ersten Blick. So sind beispielsweise auf Plakaten von rechtsextremen politischen Parteien häufig Bilder von Familien oder Kindern zu sehen, welche die eigentliche Botschaft auf dem Plakat verharmlosen sollen. Auch soziale Netzwerke wie Facebook oder YouTube werden dazu genutzt, Jugendliche anzusprechen. Die Hetze ist kaum zu erkennen, da sie häufig jugendaffin in Videos oder Songs versteckt wird. Einige Beispiele, wie die rechten Botschaften getarnt werden, findest du bei klicksafe.

Hetze erkennen

Seine Meinung kund zu tun ist das eine, bestimmte Personengruppen, Menschen mit anderer Hautfarbe oder einer anderen Religion gezielt zu diskriminieren, das andere. Rechtsextremismus erkennst du vor allem an ausländerfeindlichen Parolen, extremer Vaterlandsliebe (Patriotismus), positiven Aussagen über Adolf Hitler und das Dritte Reich oder extreme Anfeindungen von Flüchtlingen oder auch Homosexuellen und Behinderten. Rechtsextreme zeigen ihre Einstellung auch oft über Symbole oder Zahlen. Beispielsweise steht die Zahl 88 wegen des 8. Buchstaben des Alphabets „H“ für „Heil Hitler“. Es gibt einige Symbole, die sogar verboten sind, wie z. B. das Hakenkreuz.

Auf der Suche im Netz

Im Internet läuft vieles anonymer ab: Man verzichtet oft auf seine reale Identität und fühlt sich möglicherweise schneller einer Gruppe oder Gemeinschaft zugehörig. Vor allem Jugendliche sind gefährdet, sich online von Rechtsextremismus überzeugen zu lassen und diese Werte und Ansichten zu übernehmen – auch im realen Leben. Zudem verbreiten sich die Ansichten online natürlich viel schneller!

In wenigen Tagen erfährst du in unserem nächsten Artikel, was du gegen Hetze, Propaganda und Extremismus im Netz machen kannst!

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