Cybermobbing

Was genau ist Cybermobbing?

Cybermobbing, auch Cyberbullying genannt, ist eine besondere Form von Mobbing. Es ist die geplante und über einen längeren Zeitraum hinweg andauernde Terrorisierung eines Menschen im Cyberspace. Das Mobbing findet also nicht in der realen, sondern in der virtuellen Welt statt (z.B. im Internet). Cybermobbing kommt besonders oft in sozialen Netzwerken wie Facebook vor. Aber auch in Chatrooms, über Instant Messenger oder über das Handy werden die Opfer häufig fertiggemacht.

Meist handelt es sich dabei um:

  • Beleidigungen/Beschimpfungen
  • Bedrohungen
  • Verleumdungen (Lügen über jemanden verbreiten)
  • Üble Nachrede (Gerüchte oder Halbwahrheiten über jemanden verbreiten)

Cybermobbing nimmt oft besonders starke Ausmaße an, da die Täter sich im vermeintlich rechtsfreien und anonymen Internet unberechtigterweise in Sicherheit wiegen.

Oft steht Cybermobbing auch in Verbindung mit Mobbing im realen Leben, z.B. in der Schule. Die Betroffenen sind dem Mobbing so ständig und überall ausgeliefert. Zu den Beleidgungen über das Internet kommen dann auch noch Ausgrenzung aus der Gemeinschaft oder körperliche Übergriffe sowie direkte verbale Beleidigungen und Beschimpfungen dazu.

In unserem Erklärvideo erfährst du am Beispiel von Tom, was das für Folgen haben kann.

Wie erkenne ich Mobbing?

  • Ungleiche körperliche Voraussetzungen: Die Täter sind meistens körperlich stärker als ihre Opfer.
  • Ungleiche Macht- oder Gesellschaftsverhältnisse: Die Täter sind z.B. beliebter in der Schule und haben mehr „Macht“ in einer Gemeinschaft. Die Opfer sind oft weniger gut in die Gruppe integriert.
  • Dauerhaftes Fertigmachen
  • Das Opfer ist hilflos: Die Opfer fühlen sich durch die Vorfälle oft noch schwächer und sehen keine Möglichkeit sich zu verteidigen
  • Isolation: Das Opfer isoliert sich und meidet gesellschaftliche Kontakte.

Was du gegen Mobbing oder Cybermobbing tun kannst, liest du in unseren Tipps gegen Mobbing und in unserem Artikel "Gegen Mobbing – Eingreifen statt Mitmachen".

Unterschied: Mobbing in der Schule und im Internet

Beim Cybermobbing gibt es für das Opfer keinen Rückzugsraum mehr. Während sich das Opfer beim Mobbing in der Schule zu Hause sicher fühlen kann, wird auch dieser private Raum beim Cybermobbing von den Tätern eingenommen: Das Mobbing kommt über den PC direkt ins Kinderzimmer. Noch schlimmer wird dies durch die Nutzung des mobilen Internets mit dem  Smartphone. Dadurch können die Täter das Mobbingopfer auf Schritt und Tritt verfolgen und man ist zu keiner Zeit mehr sicher vor Angriffen aus dem Netz.

In der Videoreihe "Truth be told" von klicksafe berichtet Elisabeth über ihre Erfahrungen mit Cybermobbing:

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