Sag's in 280 Zeichen! Denn nur so viel passt in einen Tweet auf der beliebten Plattform Twitter. Was sonst noch wichtig ist? Liest du hier im App Test!

App Steckbrief

  • USK ab 18 Jahren (Zur Nutzung musst du 16 Jahre oder älter sein, oder die Erlaubnis deiner Eltern haben.)
  • Features: Tweets durch Hashtags verbreiten / Nachrichten versenden / Anderen Nutzern folgen und deren Beiträge automatisch auf der Startseite sehen
  • OS Android, iOS
  • Bezahlmodell: kostenlos 
  • Vorteile: Kostenloses Versenden von Nachrichten / Hashtags steigern die Reichweite von Tweets / Profil erstellen und verwalten
  • Nachteile: zu viel Werbung / Probleme beim Datenschutz

Funktionen

Twitter ist eines der schnellsten Nachrichtennetzwerke überhaupt. Über Twitter verbreiten sich aktuelle Nachrichten in Sekundenschnelle. Die Twitter-App funktioniert ähnlich wie die Webversion. Du kannst anderen Leuten, Organisationen oder Nachrichtenanbietern folgen, ihre Beiträge markieren, in anderen Netzwerken teilen oder „retweeten“, auf Posts antworten und private Nachrichten schreiben. Du kannst aber auch selbst Beiträge erstellen, indem du Fotos hochlädst oder Texte schreibst. Die sogenannten Tweets sind auf eine Nachrichtenlänge von 280 Zeichen begrenzt. Mit der Suchfunktion in der Twitter-App kannst du nach Leuten und interessanten Themen, z. B. mit Hilfe von Hashtags, suchen.

“Viele Jugendliche nutzen Twitter weniger zur Kommunikation mit anderen, sondern wollen stattdessen Tweets von Stars und Prominenten folgen.”


 Auch Unternehmen und Medien nutzen Twitter täglich als Social-Media-Plattform. Anfang 2017 waren knapp 330 Millionen Menschen mindestens einmal im Monat bei Twitter aktiv. In Deutschland gibt es jedoch nur ca. 12 Millionen Nutzer monatlich. 

 

Bedienung

Die Bedienung der Twitter-App ist ganz einfach. Sie hat eine übersichtliche Oberfläche mit der du alle Beiträge im Blick hast. Du kannst Bilder, Texte und GIFs einfach und schnell posten sowie auf deine neuesten Aktivitäten, private Nachrichten, die Suche und deinen eigenen Account schnell zugreifen. Etwas versteckt sind jedoch die Abmeldemöglichkeit und die Möglichkeit Privatsphäre-Einstellungen für deinen Account vorzunehmen.

Eine Besonderheit von Twitter, die auch in die Twitter-App Einzug hält, ist die intensive Verwendung von Hashtags. Ein Hashtag ist ein beliebiger Begriff, dem das Rautezeichen vorangestellt ist, z. B. #Handysektor. Mit einem Hashtag kannst du einen Tweet kategorisieren und bestimmte Begriffe hervorheben. Über die Suche kannst du dir dann alle Tweets zu einem bestimmten Thema anzeigen lassen. 

Datensicherheit

Die Twitter-App fordert Zugriff auf viele Daten und Funktionen deines Smartphones, die von der App aber auch einigermaßen sinnvoll genutzt werden. Neben dem Zugriff auf deine Fotos und die Kamera zum Teilen von Fotos und Videos, will Twitter auch wissen, welche anderen Apps du auf deinem Smartphone installiert hast. Twitter nennt dies App-Diagramm und möchte seinen Nutzern dadurch noch passendere Inhalte auf ihrer Timeline anbieten. Wenn du das nicht möchtest, findest du hier eine Anleitung, um das Tracking auszuschalten. Zudem fordert die Twitter-App Zugriff auf deinen Standort, das Mikrofon und deine Kontakte. Bei iOS-Geräten und Android-Versionen ab 6.0 kannst du diese Berechtigungen in den Einstellungen entziehen. Auffällig: Die USK empfiehlt die Nutzung der App nur für Personen, die volljährig sind – deshalb ist im Play Store auch ein entsprechendes Jugendschutz-Kennzeichen zu sehen. Twitter selbst gibt an, dass der Dienst für Kinder unter 13 Jahren nicht zur Verfügung steht.

Unser Tipp:

Die App an sich bietet nur wenige Möglichkeiten die Privatsphäre einzustellen, du kannst deinen Account aber so einrichten, dass nur Follower, die du akzeptiert hast, deine Inhalte sehen können. Standardmäßig sind Tweets nämlich öffentlich! Zusätzlich kannst du in den Einstellungen personalisierte Werbung, Datenweitergabe an Dritte und die Auswertung von Standortdaten deaktivieren.

Twitter erlaubt sich auch, deine öffentlichen Daten und Tweets an Werbekunden weiterzugeben und personenbezogene Daten auf Servern in den USA und in Irland zu speichern. Im Bereich "Meine Twitter Daten" kannst du nachschauen, was Twitter über dich weiß. Weitere Informationen findest du auch hier.

Meldemöglichkeit

Auf Twitter kannst du Accounts blockieren, stummschalten und melden. Auch unangemessene Tweets kannst du melden, indem du auf in der Twitter-App den Pfeil am oberen rechten Rand klickst und "Tweet melden" auswählst.

Unser Fazit:

Der Vorteil von Twitter liegt eindeutig in der schnellen Verbreitung von Nachrichten. Mit über 300 Millionen Mitgliedern und über 100 Millionen Downloads aus dem App-Store gehört Twitter zu den größten sozialen Netzwerken. Die Bedienung der Twitter-App ist einfach und intuitiv und du verpasst keine wichtigen Neuigkeiten mehr. Die Flut an Informationen kann aber irgendwann auch nerven. In Sachen Datenschutz und Meldemöglichkeiten hat Twitter deutlich nachgerüstet, allerdings können viele Datenschutz-Einstellungen nur in der Webversion vorgenommen werden.  (Stand: 01.12.2018)

Artikel vom 15.11.2017.