App-Test Minecraft PE

Steckbrief zur App

//Fach fächerübergreifend

//Klasse alle

//Features Rohstoffe abbauen / Nahrung sammeln / Städte und Häuser bauen

//OS Android, iOS, Windows Phone

//Bezahlmodell kostenpflichtig

//Vorteile//Nachteile
  • Vielseitige Einsatzmöglichkeiten
  • Fördert Medienkompetenz, Gruppendynamik und Fachwissen
  • Längere Einarbeitungszeit notwendig

Funktion und Bedienung

Minecraft ist ein beliebtes und bekanntes Spiel, bei dem der Spieler in eine zufällige Welt gesetzt wird, die er nach eigenen Vorstellungen bebauen und gestalten kann. Dies geschieht durch das Platzieren unterschiedlichster Ressourcen, die als meist würfelförmige Bausteine dargestellt sind.

Die Pocket Edition bietet zwei unterschiedliche Spielmodi: der Kreativmodus und der Überlebensmodus. Im Kreativmodus stehen alle Ressourcen unbegrenzt zur Verfügung, mit welchen der Spieler sich seine eigene Welt mit Häusern, Eisenbahnlinien oder weiteren Bauwerken aufbauen kann.

Der Überlebensmodus erfordert großes Mitdenken, denn es geht um das pure Überleben: So müssen beispielsweise zunächst Rohstoffe abgebaut und gesammelt werden, um ein Haus zum Schutz vor Monstern bauen zu können. Zudem muss der Spieler auf Nahrungssuche gehen, um nicht zu verhungern.

Wer das Spiel nicht kennt, tut sich beim Einstieg zunächst schwer, da die Funktionen nicht erklärt werden. Nach einer kurzen Einarbeitungszeit wird die Bedienung aber verständlich. Die Steuerung über den Smartphonebildschirm ist sehr einfach, die Grafik gut. Beim Test der App mit einem iPad lief das Spiel sehr flüssig.

Die App im Unterricht

Minecraft lässt sich im schulischem Kontext in unterschiedlichen Bereichen anwenden. Dabei eignet sich insbesondere der Kreativmodus: zur Planung von Städten, Wohngebieten oder Vorschlägen für eine Verschönerung des Schulhofs kann Minecraft eingesetzt werden. Gerade als Gruppen oder im Multiplayer-Modus ist es wichtig, dass die Schüler einen gemeinsamen Konsens finden und gleichzeitig sinnvoll planen. In Stockholm gibt es beispielsweise in Schulen schon das Fach „Stadtplanung mit Minecraft“.

Zum Themengebiet Architektur können Schüler mithilfe von Minecraft Gebäude konzipieren und realisieren. Anschließend können die Bauwerke im Plenum betrachtet, verglichen und diskutiert werden.

Zudem plant Minecraft eine spezielle Version des Spiels für Schulen, die im Sommer 2016 als kostenlose Testversion die Klassenzimmer erobern soll. In dieser Spielausführung besteht dann beispielsweise die Möglichkeit, wichtige geschichtliche Orte im Spiel zu erkunden und dabei etwas über diese zu lernen. 

Probleme und Datenschutz

Die App fordert nur wenige Berechtigungen: Lediglich der Zugriff auf Fotos, Medien und Dateien sowie auf die Netzwerkverbindung muss erlaubt werden. Dies ist allerdings nachvollziehbar und weniger problematisch.

Innerhalb der App gibt es In-App-Käufe, die sich aber preislich in Grenzen halten. Dennoch ist es wichtig, die Schüler darauf hinzuweisen, zusätzlich sollte ein Passwortschutz für In-App-Käufe aktiviert werden.

Bewertung und Fazit

Minecraft zieht nicht nur leidenschaftliche Spieler in seinen Bann, sondern begeistert auch Spiel-Neulinge. Auch wenn es zunächst ungewohnt klingt, im Unterricht zu spielen: Die App ist es eine tolle Option, Minecraft in der Schule einzusetzen, um damit ein spannendes Planungsprojekt oder Vergleichbares durchzuführen. Projekte wie diese fördern zum einen die Medienkompetenz der Schüler, zum anderen aber auch Fachkompetenzen sowie soziale Kompetenzen.

Auch die Tatsache, dass Minecraft in immer mehr Schule eingesetzt wird, spricht für die vielseitigen Nutzungsmöglichkeiten des Spiels. Insbesondere die Schulversion, die im Sommer 2016 veröffentlicht werden soll, klingt vielversprechend – deshalb unser Tipp: Einfach mal ausprobieren!

Tipps und Anregungen zu Minecraft in der Schule gibt es auch auf minecraftbildung.de

(Stand: 27. April 2016)

Hinweis

Generell empfehlen wir den Einsatz von schuleigenen Smartphones und Tablets für die App-Nutzung sowie die Einholung einer Einwilligung der Eltern für den App-Einsatz. Ob die vorgestellten Apps in einer Schule genutzt werden dürfen, hängt von den Vorgaben des jeweiligen Bundeslandes ab. Im Einzelfall (insbesondere wenn die App Daten auf fremden Servern speichert oder die Erstellung eines Accounts notwendig ist) muss daher vor der Nutzung durch die Lehrkraft geprüft werden, ob entsprechende Dienstanweisungen des Dienstherrn vorliegen.

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