App-Test Remind

Steckbrief zur App

//Fach fächerübergreifend

//Klasse alle

//Features Kommunikation mit Eltern und Schülern

//OS Android, iOS

//Bezahlmodell Freemium

//Vorteile//Nachteile
  • schnelle Kommunikation mit Schülern und Eltern
  • Daten werden auf US-Servern gespeichert

Funktion und Bedienung

Remind ist eine Kommunikations-App im Stile von WhatsApp für Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrkräfte.

Die Funktionen der App sind selbsterklärend. Nach der Anmeldung wird man als Lehrkraft direkt aufgefordert, eine Klasse zu erstellen. Schüler und Eltern können über eine E-Mail oder per Link der Klasse beitreten. Die Lehrkraft kann zudem Remind mit bestehenden Kontakten verbinden oder Personen, die man hinzufügen möchte, eine Einladungs-E-Mail schicken. Beitretende Schüler und Eltern müssen sich einen Account erstellen und sich als „Eltern“ oder „Schüler“ registrieren. Achtung: Schüler könnten sich relativ leicht als ihre Eltern ausgeben!

Ist die App eingerichtet, erhält man eine Übersichtsseite mit Klassen, Posteingang und Einstellungen. Über den Posteingang können Nachrichten an ganze Gruppen oder Einzelpersonen gesendet werden. Diese können durch Bilder oder Sprachnachrichten ergänzt werden. Es können auch einfach neue Klassen erstellt und Teilnehmer hinzugefügt oder gelöscht werden. Nachteil: Man kann nicht getrennt an die Gruppe der Schüler oder die Gruppe der Eltern einer Klasse eine Nachricht schicken, sondern müsste erst alle Einzelpersonen auswählen. Eine Möglichkeit wäre hier, einfach jeweils eine eigene „Klasse“ für Eltern und Schüler einer bestimmten Klasse einzurichten.

Die App im Unterricht

Die App erleichtert im Unterrichtsalltag vor allem die Kommunikation mit Eltern. Schnell ist eine Nachricht an ganze Gruppen oder Einzelpersonen verfasst. Das kann zum Beispiel von Vorteil sein, wenn man plötzlich krank geworden ist und die erste Stunde bei den Schülern ausfallen muss. Die App ist auch sinnvoll um Eltern zu informieren, zum Beispiel über einen bevorstehenden Ausflug, oder wenn Schüler XY mehrmals die Hausaufgaben nicht gemacht hat oder dringend eine Unterschrift des Elternteils unter einer Klausur benötigt wird.

Probleme und Datenschutz

Die App verlangt Zugriff auf Kontakte, Identität, SMS, Fotos, Medien und Dateien. Aufgrund der umfangreichen Funktionen der App sind diese Berechtigungen notwendig, um die App in vollem Umfang nutzen zu können.

Schülerinnen und Schüler sowie Eltern brauchen die App nicht zwingend, um Nachrichten zu bekommen – sie bekommen die Nachricht auch direkt per Mail. Beim Erstellen von Klassen fragt die App nach dem Alter der Schüler. Wenn nicht alle Schüler über 13 Jahre alt sind, frägt Remind nach der E-Mail-Adresse eines Elternteils, um die Eltern zu informieren und um „Erlaubnis“ zu bitten.

Vorbildlich ist die Präsentation von Nutzungsbedingungen und Datenschutzerklärung. Neben der offiziellen rechtlichen Formulierung wird jeweils auch eine Kurzversion in einfacherer Sprache angeboten, die auch Jugendliche verstehen können. Da die Informationen auf US-Servern gespeichert werden, muss im Einzelfall geprüft werden, ob der Einsatz der App mit den Datenschutz-Vorgaben an der Schule vereinbar ist.

Bewertung und Fazit

Die App erleichtert die Kommunikation zwischen Lehrkraft und Klasse sowie Lehrkraft und Eltern sehr. Schnell ist eine Nachricht verschickt und die Eltern und Schüler sind zeitnah informiert. Problematisch ist insbesondere der Serverstandort, daher können wir die App nicht bedenkenlos empfehlen.

(Stand: 23. März 2016)

Hinweis

Generell empfehlen wir den Einsatz von schuleigenen Smartphones und Tablets für die App-Nutzung sowie die Einholung einer Einwilligung der Eltern für den App-Einsatz. Ob die vorgestellten Apps in einer Schule genutzt werden dürfen, hängt von den Vorgaben des jeweiligen Bundeslandes ab. Im Einzelfall (insbesondere wenn die App Daten auf fremden Servern speichert oder die Erstellung eines Accounts notwendig ist) muss daher vor der Nutzung durch die Lehrkraft geprüft werden, ob entsprechende Dienstanweisungen des Dienstherrn vorliegen.

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