Stalking - Wenn Liebe & Bewunderung krankhaft wird

Der englische Begriff „Stalking“ kommt ursprünglich aus der Jägersprache und meint anschleichen, anpirschen oder jagen. Heute bezeichnet er hauptsächlich die mehrfache und über einen längeren Zeitraum andauernde Belästigung oder Verfolgung einer Person. Dadurch wird seine oder ihre Sicherheit bedroht und die Lebensgestaltung beeinträchtigt.

Stalking-Täter können Fremde sein. Häufig sind sie dem Opfer aber bekannt, z. B. als Ex-Freund, abgewiesener Verehrer, Arbeitskollege oder Nachbar. Täter wollen durch ihre Handlungen Aufmerksamkeit, Kontrolle und Macht über ihr Opfer erreichen und tauchen in deren Leben ein. Stalking kann unterschiedliche Formen annehmen, gilt jedoch in jedem Fall als Psychoterror.

Typisch für Stalking sind folgende Handlungen:

  • beharrliches Nachstellen
  • Telefonterror
  • Verbreitung von Gerüchten
  • Belästigung durch unerwünschte Geschenke
  • Liebesbriefe
  • körperliche Gewalt
  • Cyber-Grooming

Wie Stalking konkret aussehen kann, zeigt euch das Video „Mighty Mole“ vom Tatort Eiffel Wettbewerb, das Jugendliche produziert haben.

Cyberstalking - Stalking im Netz

Wenn das Stalking ausschließlich im Internet oder unter Anwendung von anderen technischen Hilfsmitteln wie Smartphones stattfindet, spricht man von Cyberstalking. Täter versuchen ihr Opfer über online zu überwachen, spüren die Person in verschiedenen Netzwerken auf und sammeln dort möglichst viele Informationen. Sie nutzen die Anonymität des Internets, durch die sich das Opfer unter Druck setzen können. Auch hier kann die Belästigung unterschiedliche Formen annehmen:

  • ständige Kontaktaufnahme und Belästigung über Chat, E-Mail oder Messengern
  • Veröffentlichung und Verbreitung privater Photos und intimer Details
  • Verbreitung von Lügen und Gerüchten über das Opfer in sozialen Netzwerken, Foren, Blogs oder per E-Mail.
  • Online-Bestellungen im Namen des Opfers
  • Erstellen von Fake-Accounts im Namen des Opfers

Sowohl Stalking als auch Cyberstalking schränken die Lebensgestaltung des Opfers enorm ein. Unruhe, Kopfschmerzen, Angst, Schlafstörungen oder Magenbeschwerden gehören zu den häufigsten Folgen von Stalking, mit denen Opfer zu kämpfen haben.

Was tun, wenn du zum Opfer wirst?

  • Mach dem Täter unmissverständlich klar, dass kein Kontakt gewünscht ist!
  • Ignoriere den Täter ansonsten! Jede Art von Reaktion – auch eine abweisende – kann den Täter zum Fortführen der Handlungen motivieren.
  • Dokumentiere und speichere alle Handlungen als Beweise!
  • Informiere dein Umfeld, also Familie und Freunde oder eine Vertrauensperson aus der Schule!
  • Erstatte Strafanzeige bei der Polizei! Stalking ist eine Straftat, du kannst also rechtlich dagegen vorgehen.

Ein Angebot von:

In Kooperation mit: