Sichere Passwörter – Lang und schwer zu erraten

Ob als PIN bei deinem Smartphone oder als Login auf Internetseiten: Oft ist es nur ein Passwort, das deine Daten, deine Geräte und deine Dienste von fremden Nutzern trennt. Auch für Hacker, die sich gezielt Zugang zu deinen Daten verschaffen wollen, ist das Passwort eine wichtige und hoffentlich unüberwindbare Hürde.

Die Praxis zeigt aber, dass die meisten Menschen sehr schlechte und unsichere Passwörter verwenden. Zu den häufig verwendeten Passwörtern gehören zum Beispiel hallo, passwort oder einfache Zahlenkombinationen wie 123456.

Sicher heißt schwer zu erraten 

Schlechte Passwörter sind solche, die leicht zu erraten sind. Das heißt, alles was mit dir, deinem Namen, Wohnort, Familie oder Geburtsdatum zu tun hat, ist als Passwort nicht zu gebrauchen. Ebenfalls schlecht sind Wörter, die genau so im Wörterbuch auftauchen. Hacker können nämlich Wörterbücher verwenden, um automatisiert Passwörter zu knacken. Die Tools, mit denen Passwörter geknackt werden können, werden dabei immer besser. Verwende deshalb immer ein möglichst komplexes Passwort.

So sieht ein gutes Passwort aus

  • Mindestens 12 Zeichen
  • Buchstaben (große und kleine!)
  • Zahlen
  • (Sonder-) Zeichen (all das, was deine Tastatur noch zu bieten hat)
  • Verwende keine Begriffe oder Informationen, die mit dir zu tun haben! Also kein Geburtsdatum, keinen Namen – auch nicht vom Haustier!
  • Behandle dein Passwort wie deine Zahnbürste: Nicht mit anderen teilen und regelmäßig wechseln!

Je länger dein Passwort ist, desto sicherer ist es oft auch. Es wird mit steigender Länge aber auch schwerer sich das Passwort zu merken. Deshalb stellen wir hier einen nützlichen Trick vor.  

Passwörter leicht merken mit dem Satz-Trick 

Der Trick funktioniert ganz einfach: Du überlegst dir einen Satz oder Spruch, den du dir leicht merken kannst. Dann bildest du aus diesem Satz ein Passwort. Wir schauen uns ein Beispiel an. Unser Satz lautet: 

"Auf Handysektor gibt es 7 Tage die Woche viele nützliche Tipps!"

Bei unserem Satz benutzen wir nun die Anfangsbuchstaben aller Wörter, sowie alle Zahlen und Sonderzeichen, um ein Passwort zu bauen. Das ergibt in diesem Fall ein sicheres Passwort: AHge7TdWvnT!

Da wir nur den Satz im Kopf behalten müssen, kann man sich auch das Passwort problemlos merken. Außerdem kannst du den Satz auch sorgenlos auf einem Zettel notieren, denn niemand wird erahnen, dass es sich hierbei um ein ausgeklügeltes Passwort handelt.

Je mehr Passwörter, desto besser 

Wichtig ist auch: Auf keinen Fall für alle Dienste das gleiche Passwort verwenden. Sonst sind gleich alle deine Dienste und Geräte unsicher, wenn einmal ein Passwort geknackt wird. Lege Dir also – auch wenn es anstrengend ist – mehrere Passwörter zurecht, die du für verschiedene Dienste benutzen kannst. Dies gilt insbesondere für Dienste bei denen Geld fließt, wie z.B. App-Stores oder Online-Banking.

Unser Tipp: Erstell dir mit dem Satz-Trick ein Stamm-Passwort. Ergänze dann, z. B. am Ende deines Passworts jeweils noch spezifische Zeichen (z. B. die letzten beiden) des Angebots, für das du dieses Passwort verwenden möchtest. Bei Facebook würde an dein Stamm-Passwort also noch die Zeichenfolge "ok" angehängt werden. Zusammen mit unserem Satz-Trick-Passwort von oben ergibt das "AHge7TdWvnT!ok"

So kannst du dein Passwort besser schützen

Auch ein komplexes und sicheres Passwort garantiert dir keine hunderprozentige Sicherheit. Ein paar Tipps können dir aber helfen, dein Passwort besser zu schützen:

  • Passwort regelmäßig ändern: Je länger du ein Passwort für einen Dienst verwendest, desto größer wird die Wahrscheinlichkeit, dass es geknackt wird.
  • Passwort nicht aufschreiben: Auch wenn es dir schwer fällt, solltest du dein Passwort nicht auf einen Notizzettel schreiben. Jeder der den Notizzettel findet, könnte dein Passwort missbrauchen.
  • Vorsicht bei öffentlichem WLAN: Öffentliche Netzwerke sind häufig nicht gesichert. Dadurch besteht die Gefahr, dass dein Passwort ganz leicht gehackt werden kann.
  • Vorsicht bei E-Mails oder sonstigen Nachrichten: Über gefälschte E-Mails oder Websites versuchen Hacker an Zugangsdaten zu kommen. Gib deine Zugangsdaten nicht heraus, wenn dich jemand danach fragt.

Was taugt dein Passwort? Mach den Test!

Auf der Webseite checkdeinpasswort.de kannst du Passwörter überprüfen lassen. Die Seite rechnet dir aus, wie lange ein Hacker mit einem gewöhnlichen Computer bräuchte, um dein Passwort gewaltsam zu knacken. Dort werden dir auch Tipps gegeben, wie du das eingegebene Passwort noch ein Stück sicherer machen kannst. Der Dienst berechnet die Passwortstärke lokal auf deinem Computer und überträgt dein Passwort nicht an einen Server.

Wenn du dich weiter zum Thema Sicheres Passwort informieren möchtest und auch genau verstehen möchtest, wie Passwörter eigentlich geknackt werden, dann schau dir doch einmal den Leitfaden "Mein sicheres Passwort" oder das Video Passwörter Einfach Erklärt an.

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