22.08.2017

Wearables & smarte Gadgets: Werden wir zu Cyborgs?

Smartwatch und Läufer

Smartwatch am Handgelenk, Datenbrille auf der Nase und Kleidung voller Sensoren – das ist keine Beschreibung eines Mensch-Maschinen-Cyborgs aus einem Science-Fiction-Film, sondern schon Realität. Sogenannte Wearables in Kombination mit smarter Kleidung bringen modernste Technik näher an dich heran als je zuvor – und das hat nicht nur Vorteile!

Was sind Wearables?

Wearables sind tragbare Mini-Computer, die du direkt am Körper trägst, zum Beispiel am Arm, auf dem Kopf oder in der Kleidung. Dein Smartphone zählt also nicht dazu. Die Geräte werden immer kleiner und leistungsfähiger und werden daher in immer mehr Alltagsgegenstände eingesetzt: Ein kompletter Computer passt so mittlerweile in eine Datenbrille oder eine Armbanduhr und wird damit zur Smartwatch! Auch in Kleidung hält die Technik Einzug: Selbstschnürende Schuhe, Smartphone-Handschuhe oder automatisch beheizbare Jacken gegen starke Kälte sollen den Alltag erleichtern.

Erweiterte Sinne

Erfinder von Wearables wollen, dass uns Technik dabei unterstützt, die Welt noch intensiver zu erleben. Daher wird rund um unseren Kopf ebenfalls viel Neues entwickelt: Der Suchmaschinenanbieter Google hat vor einiger Zeit eine Computer-Brille, die Google Glass, veröffentlicht. Sie hat ein eingebautes Display, Internetzugang, eigene Apps und kann sogar mit Augenbewegungen Fotos aufnehmen. Einige smarte Kopfhörer mit eingebautem Mikrofon können Gehörtes automatisch in andere Sprachen übersetzen, damit wir uns überall auf der Welt verständigen können. 

Unterstützung bei Sport und Gesundheit

Die zahlreichen Sensoren in Smartwatches und Fitnessarmbändern machen sie zu idealen Begleitern beim Sport. Sie können deinen Puls messen, anzeigen wie schnell du gelaufen bist und dir damit helfen, dein Training noch effektiver zu machen. Über zahlreiche Sensoren messen einige Modelle sogar ob du nachts gut geschlafen hast oder sehr unruhig warst. Noch Zukunftsmusik: Google hat eine Kontaktlinse angekündigt, mit der Diabetiker automatisch ihren Blutzuckerspiegel überwachen können sollen.

Daten, Daten, Daten – und Datenschutz?

Sensoren in smarter Kleidung, Fitnessarmbänder oder Computer-Brillen sammeln ständig Daten. Ob Standorte per GPS oder Vitalfunktionen des Körpers: 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche werden Sammlungen mit Daten zu deiner Gesundheit oder deinem Aufenthaltsort erstellt, die auf den Geräten gespeichert sind und geschützt werden müssen.

Erste Krankenkassen interessieren sich schon für diese Datensammlung und bieten Versicherten günstigere Verträge an, wenn diese gesund leben, Sport treiben und dies vor allem auch durch die Geräte protokollieren lassen. Aber willst du wirklich, dass dich deine Krankenkasse ständig überwacht? Überlege dir deshalb genau, welche smarten Wearables du in deinen Alltag lassen willst.

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