06.07.2016

Günstig surfen im Urlaub – So geht's!

Boot im Wasser an kleiner Insel

Der Urlaub ist zum Abschalten da – auch für dein Smartphone! Aber hin und wieder ist es geschickt, WhatsApp-Nachrichten zu empfangen, die Mails zu checken oder einfach nur kurz zu surfen. Durch Auslands-Gebühren kann das jedoch bei deinem deutschen Anbieter schnell teuer werden. Zum Glück gibt es auch im Urlaub Möglichkeiten, günstig oder sogar kostenfrei ins Web zu kommen. Wir zeigen dir wie!

Bei vielen steht der jährliche Sommerurlaub im Ausland an. Wenn du nicht auf das Internet und internetnutzende Dienste verzichten möchtest, empfiehlt es sich, dass du dir schon vor dem Urlaub einen Plan machst, damit du vor Ort nicht plötzlich offline bist.

Datenverbraucher

Nicht jede Aktivität im Netz verbraucht im gleichen Maße dein Datenvolumen. Hilfreich ist es deshalb zu wissen, wo die eigentlichen Datenfresser lauern. Zum Vergleich haben wir dir jeweils aufgeführt, wie häufig du den Dienst nutzen kannst, bis ein Datenvolumen von 300 Megabyte aufgebraucht ist.

  • Schaubild: Datenverbrauch bekannter DiensteE-Mails: Eine reine Text-E-Mail ist gerade einmal rund 10 Kilobyte groß. Bei 300 Megabyte Datenvolumen könntest du 30.000 E-Mails empfangen oder versenden. Achtung: E-Mails mit Bildern im Anhang sind deutlich größer!
  • Webseiten: Beim reinen Surfen auf Webseiten verbrauchst du nur sehr wenig Datenvolumen. Eine gängige Webseite verbraucht beim Laden ca. 200 Kilobyte, größere auch mal bis zu einem Megabyte. Tipp: Verwende die mobile Version einer Seite, sofern diese existiert. Diese sind speziell für die Anzeige auf mobile Geräten optimiert und verbrauchen deutlich weniger Datenvolumen! Mit 300 Megabyte kannst du dann rund 5.000 Webseiten ansurfen!
  • Youtube-Clips: Ein YouTube-Video verbraucht je nach Qualitätsstufe ca. 2-8 Megabyte pro Minute. Wenn du die Videos nicht in HD-Qualität anschaust, reicht dein Datenvolumen von 300 Megabyte also für rund zwei Stunden.
  • Messenger: Beim reinen Chatten mit Textnachrichten verbrauchst du nur sehr wenig Datenvolumen von wenigen Kilobyte pro Nachricht. Bei 300 MB Datenvolumen reicht das locker für 40.000 Nachrichten über WhatsApp oder Statusposts über die Facebook- oder Twitter-App. Sobald Bilder oder Sprachnachrichten dazukommen, steigt der Datenverbrauch aber an. Wer sogar Videotelefonie über Skype benutzen möchte, muss mit einem Datenverbrauch ähnlich wie bei den Video-Clips rechnen. Auch ein WhatsApp-Call verbraucht ordentlich Datenvolumen!

Wenn du dir also schon im Vorfeld deiner Reise ein paar Gedanken machst, was du im Urlaub eigentlich mit deinem Smartphone oder Tablet anstellen möchtest, kannst du besser entscheiden, ob du mit deiner deutschen SIM-Karte ins Netz gehst, dir vor Ort eine lokale SIM-Karte kaufen solltest oder ob du dich in WIFI-Hotspots einwählst.

Besser als Roaming: Lokale SIM-Karten

Die deutschen Anbieter bieten meist spezielle Tages- oder Wochenpässe an. Diese kosten zwischen 2 und 15 Euro, lohnen sich in der Regel aber nur innerhalb der EU. Hast du keinen solchen Spezialtarif kann ein Megabyte Datenverbrauch wegen der Roaming-Gebühren nochmal um einige Cent teurer werden, im Nicht-EU-Ausland wie z. B. in der Türkei wird es dann richtig kostspielig!

Bist du einige Zeit im Urlaub oder nutzt du Dienste mit hohem Datenverbrauch kann sich deswegen eine SIM-Karte eines lokalen Anbieters lohnen. In vielen Ländern kannst du für ein paar Euro eine Prepaid-SIM-Karte kaufen, die dich durch den Urlaub bringt. Die Tarife unterscheiden sich zwischen den Ländern, lass dich deswegen am besten vor Ort beraten. Meist kannst du dir das nicht verbrauchte Prepaid-Guthaben aber nicht wieder auszahlen lassen. Lade dir deshalb nur so viel Geld auf deine SIM-Karte, wie du auch verbrauchst. Übrigens: Du kannst auch bereits in Deutschland ausländische SIM-Karten kaufen, z. B. bei reisesim.de oder beachsim.de

Inzwischen werden auch erste Verträge angeboten, in denen du deine heimische Daten- und Telefonflat auch im Ausland kostenlos weiternutzen kannst.

Sogar kostenlos: WIFI-Hotspots

Noch besser als günstig ist kostenlos! Für das kostenlose Surfen eignen sich im Ausland am besten kostenfreie Zugangspunkte, die sogenannten WIFI-Hotspots. Meistens sind diese in Hotels, Restaurants oder an Bahnhöfen zu finden, einige sind jedoch besser versteckt. Da schaffen die Apps Wifi Finder (Android) und Speedspot (iOS) Abhilfe. Mit ihnen findest du immer den nächsten Hotspot, egal wo du auf der Welt gerade bist.

Denke aber daran: Über öffentliche Hotspots solltest du deine Daten immer verschlüsselt übertragen, dies erkennst du beispielsweise am https:// vor der URL. Auch viele Messenger wie Facebook, Skype und inzwischen auch WhatsApp verschlüsseln den Datenverkehr, so kann niemand mitlesen!

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