18.07.2017

Günstig surfen im Urlaub – So geht's!

Boot im Wasser an kleiner Insel

Der Urlaub ist zum Abschalten da – auch für dein Smartphone! Aber hin und wieder ist es geschickt, WhatsApp-Nachrichten zu empfangen, die Mails zu checken oder einfach nur kurz zu surfen. Je nach Tarif und Land kann das im Ausland aber auch teuer werden. Zum Glück gibt es auch im Urlaub Möglichkeiten, günstig oder sogar kostenfrei ins Web zu kommen. Wir zeigen dir wie!

Bei vielen steht der jährliche Sommerurlaub im Ausland an. Wie gut, dass es keine Roaming-Gebühren mehr gibt und du so im Ausland zum gleichen Preis wie Zuhause surfen und telefonieren kannst. Doch Vorsicht: Die Regelung gilt nur innerhalb der europäischen Union und in Norwegen, Island und Liechtenstein. Manche Mobilfunkanbieter bieten diese Vorteile auch in Ländern wie der Schweiz oder in der Türkei an – Falls nicht, kann es dort und in allen anderen Ländern der Welt richtig teuer werden! Auch sonst können die Mobilfunkanbieter deinen Tarif im EU-Ausland einschränken. Kläre deshalb im Voraus ab, in welchem Umfang du deinen Vertrag im Urlaub nutzen kannst! Weitere Infos zu den neuen Regelungen findest du in unserem Artikel Roaming-Gebühren ade! – Die wichtigsten Fragen.

Rechtzeitig informieren

Wenn du nicht auf das Internet und internetnutzende Dienste verzichten möchtest, empfiehlt es sich, dass du dir schon vor dem Urlaub einen Plan machst, damit du vor Ort nicht plötzlich offline bist. Hilfreich ist es deshalb zu wissen, welche Aktivität wieviel Datenvolumen verbraucht und wo die eigentlichen Datenfresser lauern. Zum Vergleich haben wir dir jeweils aufgeführt, wie häufig du den Dienst nutzen kannst, bis ein Datenvolumen von 300 Megabyte aufgebraucht ist. 

  • E-Mails: Eine reine Text-E-Mail ist gerade einmal rund 10 Kilobyte groß. Bei 300 Megabyte Datenvolumen könntest du 30.000 E-Mails empfangen oder versenden. Achtung: E-Mails mit Bildern im Anhang sind deutlich größer und können je nach Anbieter bis zu 25 oder 35 MB groß sein!
  • Webseiten: Beim reinen Surfen auf Webseiten verbrauchst du nur sehr wenig Datenvolumen. Eine gängige Webseite verbraucht beim Laden ca. 200 Kilobyte, größere auch mal bis zu einem Megabyte. Tipp: Verwende die mobile Version einer Seite, sofern diese existiert. Diese sind speziell für die Anzeige auf mobile Geräten optimiert und verbrauchen deutlich weniger Datenvolumen! Mit 300 Megabyte kannst du dann rund 5.000 Webseiten ansurfen!
  • Youtube-Clips: Ein YouTube-Video verbraucht je nach Qualitätsstufe ca. 2-8 Megabyte pro Minute. Wenn du die Videos nicht in HD-Qualität anschaust, reicht dein Datenvolumen von 300 Megabyte also für rund zwei Stunden.
  • Messenger: Beim reinen Chatten mit Textnachrichten verbrauchst du nur sehr wenig Datenvolumen von wenigen Kilobyte pro Nachricht. Bei 300 MB Datenvolumen reicht das locker für 40.000 Nachrichten über WhatsApp oder Statusposts über die Facebook- oder Twitter-App. Sobald Bilder oder Sprachnachrichten dazukommen, steigt der Datenverbrauch aber an. Wer sogar Videotelefonie über Skype benutzen möchte, muss mit einem Datenverbrauch ähnlich wie bei den Video-Clips rechnen. Auch ein WhatsApp-Call verbraucht ordentlich Datenvolumen!
  • Suchen: Für die Google-Suche oder die Fahrplanauskunft werden pro Anfrage rund 200 Kilobyte fällig. Damit kannst du rund 1.500 Suchanfragen stellen.

Wenn du dir also schon im Vorfeld deiner Reise ein paar Gedanken machst, was du im Urlaub eigentlich mit deinem Smartphone oder Tablet anstellen möchtest und was dein Handyvertrag alles abdeckt, kannst du besser entscheiden, ob du mit deiner deutschen SIM-Karte ins Netz gehst, dir vor Ort eine lokale SIM-Karte kaufen solltest oder ob du dich in WIFI-Hotspots einwählst.

Lokale SIM-Karten

Gerade in Ländern, die sich nicht innerhalb der EU befinden, lohnt sich unter Umständen ein SIM-Karte eines lokalen Anbieters. In vielen Ländern kannst du für ein paar Euro eine Prepaid-SIM-Karte kaufen, die dich durch den Urlaub bringt. Die Tarife unterscheiden sich zwischen den Ländern, lass dich deswegen am besten vor Ort beraten. Meist kannst du dir das nicht verbrauchte Prepaid-Guthaben aber nicht wieder auszahlen lassen. Lade dir deshalb nur so viel Geld auf deine SIM-Karte, wie du auch verbrauchst. Übrigens: Du kannst auch bereits in Deutschland ausländische SIM-Karten kaufen, z. B. bei reisesim.de oder beachsim.de

Sogar kostenlos: WIFI-Hotspots

Noch besser als günstig ist kostenlos! Für das kostenlose Surfen eignen sich im Ausland am besten kostenfreie Zugangspunkte, die sogenannten WIFI-Hotspots. Meistens sind diese in Hotels, Restaurants oder an Bahnhöfen zu finden, einige sind jedoch besser versteckt. Da schaffen die Apps Wifi Finder (Android) und Speedspot (iOS) Abhilfe. Mit ihnen findest du immer den nächsten Hotspot, egal wo du auf der Welt gerade bist. Oft hast du auch in deinem Hotel oder auf dem Campingplatz WLAN, wofür du unter Umständen eine kleine Pauschale bezahlen musst. Hier solltest du im Voraus abwägen, ob sich je nach Verbrauch, eine WLAN-Verbindung lohnt.

Denke aber daran: Über öffentliche Hotspots solltest du deine Daten immer verschlüsselt übertragen, dies erkennst du beispielsweise am https:// vor der URL. Auch viele Messenger wie Facebook, Skype und inzwischen auch WhatsApp verschlüsseln den Datenverkehr, so kann niemand mitlesen!

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