15.08.2017

Fünf Tipps für einen sicheren Umgang mit Wearables

Sie helfen dir deinen Puls, deine Schrittzahl und deine Geschwindigkeit zu messen oder übertragen deine Nachrichten und Anrufe vom Handy ans Handgelenk. Wearables sind praktische technische Unterstützer beim Sport und im Alltag. Aber sie bergen auch Gefahren. Denn die smarten Armbänder behalten deine Daten nicht für sich. Betreiber, externe Firmen aber auch Fremde könnten deine Daten mitlesen.

Die Sicherheitslücke bist du selbst

Die kleinen Geräte kommen überallhin mit dir mit. Sie wissen genau, wo du dich aufhältst, ob du dich genug bewegst oder gerade nur vor dem neuen Computerspiel abhängst. Verschiedene Studien haben sich das mal genauer angeschaut und festgestellt, dass der Datenschutz von den Betreiber-Firmen nicht so wichtig genommen wird.

Wo liegen die Probleme?

Wearables kann man meistens nur dann nutzen, wenn man die Daten regelmäßig über das Internet oder Bluetooth an eine App oder in die Cloud überträgt. Eine Studie hat herausgefunden, dass die Verbindung über Bluetooth sehr unsicher ist, da häufig keine Authentifizierung als Zwischenschritt stattfindet ist und die Daten nicht verschlüsselt werden. Deine Daten können also möglicherweise auch von Fremden in deiner Nähe ausgelesen werden.

Wer will deine Daten?

Ein anderes Problem ist, dass viele Anbieter deine Daten ebenfalls mitlesen können. Sie analysieren diese, geben sie an Werbedienste weiter oder beauftragen Drittfirmen mit der Verarbeitung deiner Daten. Auch Krankenkassen interessieren sich für diese Daten und bieten bereits teilweise vergünstigte Tarife an, wenn man ihnen die persönlichen Gesundheitsdaten zur Verfügung stellt. Fremde können mithilfe deiner GPS-Daten ein Bewegungsprofil erstellen und wissen, wann du dich wo aufhältst. 

Tipps vor dem Kauf und bei der Nutzung von Wearables:

  1. Kauf dir ein Wearable, das die Daten nicht ins Internet schickt, sondern nur lokal speichert. Wenn du eigentlich nur deine Schritte messen willst, steig lieber auf ein Gerät um, das die Daten gar nicht überträgt – wie ein herkömmlicher Schrittzähler.
  2. Informier dich vor dem Kauf genau: Was steht in den AGB und den Datenschutzbestimmungen? Wie werden meine Daten übertragen? Sind sie dabei verschlüsselt? Wenn die AGB auf Englisch sind und du sie nicht verstehst oder du sie vor dem Kauf nicht durchlesen kannst: Finger weg!
  3. Bevor du dir ein teures Wearable kaufst, schau mal nach, ob dein Smartphone mit Hilfe einer App nicht die gleichen Leistungen erbringt. Dann sparst du dir die Sicherheitslücke beim Übertragen der Daten. Aber auch für die App gilt: Genau die AGB durchlesen.
  4. Wenn du das Wearable eigentlich hauptsächlich zum Sport nutzt, trag es nicht ständig mit dir rum. So vermeidest du, dass ein genaues Bewegungsprofil von dir erstellt werden kann.
  5. Entziehe der zugehörigen App Berechtigungen, die sie nicht zwingend braucht. Erlaube ihr nur das, was dir sinnvoll erscheint und nötig zur normalen Nutzung ist.

Mehr Informationen zu Wearables, Tipps zur Nutzung und den Gadgets der Zukunft findest du im Themenmonat „Wearables“.

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