25.07.2017

Geheimnis Staumelder: Wie funktioniert eigentlich Google Maps?

Endlich ist es soweit! Sommer, Sonne, Strand und Meer – die Vorfreude auf den Urlaub ist riesig. Doch direkt vor der Tür lauert schon der erste Stau! Also: Vor der Fahrt noch schnell Google Maps checken und eine alternative Route wählen, auf der weniger los ist. Und tatsächlich, es funktioniert – auf der anderen Strecke geht es viel schneller. Aber wie macht Google das eigentlich?

Google Maps kann dir minutengenau vorher sagen, wie lange du für eine bestimmte Strecke brauchen wirst und zeigt alle Staus auf der Route an. Selbst wenn du schon mitten im Stau steckst, weiß Google wie viel Zeit du verlieren wirst. Aber wie geht das so genau? Das Geheimnis heißt: Big Data.

Google profitiert von Daten

Google sammelt die Standortdaten aller Smartphones, die die GPS-Funktion aktiviert und die Übermittlung anonymer Standortdaten eingeschaltet haben. In Echtzeit werden so dauerhaft Daten an Google gesendet. Mithilfe der Daten kann ziemlich exakt festgestellt werden, wie viele Verkehrsteilnehmer auf der Straße sind und sogar wie schnell sie sich bewegen! So können in Echtzeit Bilder der Straße errechnet und Staus erkannt werden. Zusätzlich erhält Google noch lokale Verkehrsinformationen über die App „Waze“.

Die Menge macht's!

Da heutzutage fast jeder sein Smartphone unterwegs dabei hat und Google Maps zudem auf fast jedem Smartphone vorinstalliert ist, erhält Google die Daten von unglaublich vielen Menschen. Dadurch können auch Verkehrsmuster für bestimmte Strecken erkannt werden. Google weiß also zum Beispiel auf welcher Straße bei Feierabendverkehr besonders viel los ist und kann so genau vorher sagen wie viel Verkehr zu bestimmten Uhrzeiten sein wird. Googles Vorteil im Vergleich zu anderen Navigationssystemen ist, dass Google die Daten von sehr vielen Menschen auswerten kann, denn je mehr Leute ihre Standortdaten zur Verfügung stellen, desto genauer wird die Vorhersage.

Google is watching you!

Die dauerhafte Übermittlung und Auswertung der Standortdaten bringt natürlich nicht nur Vorteile mit sich, sondern birgt auch große Datenschutzprobleme. Google weiß die ganze Zeit, wo du dich aufhältst und an welchen Orten du gerne bist. So kann ein ziemlich genaues Bewegungsprofil von dir angelegt und Informationen über dich gesammelt werden, anhand derer dir beispielsweise passende Werbung zugespielt wird. Die Übertragung deines Standortes kannst du an deinem Smartphone abschalten, indem du in den Einstellungen auf „Standort“ gehst, auf „Google-Standortverlauf“ tippst und dann „aus“ wählst. Dennoch: trotz all der Daten lässt sich ein Stau manchmal nicht vermeiden und dann helfen nur noch gute Nerven! (und vielleicht die richtigen Apps!)

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