12.01.2014

Big Data - Ein Topf voller Daten

Personalisierte Kaufempfehlungen in Online-Shops, Wettervorhersagen für deinen momentanen Aufenthaltsort und optimierte Suchergebnisse – Big Data macht unser Leben einfacher und komfortabler. Doch leider werden unsere Datenspuren im Netz auch missbraucht, wie wir seit dem NSA-Überwachungsskandal wissen. Deshalb machen wir uns auf die Suche nach den Big Data-Quellen und zeigen dir, was mit deinen Daten passiert!

Woher kommen die vielen Daten?

Nahezu jede Handlung im Internet oder auf deinem Smartphone oder Tablet kann nachvollzogen werden. Dazu gehören zum Beispiel die Seiten, die du auf Facebook mit einem „Gefällt mir“ markiert hast oder deine letzten Suchanfragen auf Google oder Amazon. Aber auch wenn du nirgendwo draufklickst verrät dein Browser woher du kommst, welche Sprache du sprichst und welches Betriebssystem du verwendest. All diese Informationen über dich werden gesammelt und geben nach und nach ein sehr genaues Bild über deine Person, deine Interessen und deinen Alltag ab.

Aus den Datensätzen von Millionen von Menschen entsteht dann Big Data und tausende Server sind Tag und Nacht damit beschäftigt, diese Datenberge zu verarbeiten. 

Die Nadel im Datenheuhaufen finden

Um Big Data-Anwendungen zu finden, muss man nicht lange suchen. Dein digitaler Alltag im Internet oder auf dem Smartphone oder Tablet ist voller Big Data-Anwendungen, auch wenn du es vielleicht noch gar nicht bemerkt hast.

In Online-Shops erhalten wir meist passende Kaufempfehlungen. Das Shop-System analysiert dabei unsere Einkäufe und schlägt uns neue Artikel vor, die von anderen Kunden mit einem ähnlichen Kaufprofil gekauft wurden.

Google Flu Trends analysiert die Suchanfragen zu Grippeerkrankungen, also in welchem Land zu welcher Jahreszeit nach der Grippe gesucht wird. So ist es möglich große Grippewellen und deren Verlauf relativ genau vorherzusagen.

Außerdem hat Google den Gewinn des Eurovision Song Contest 2010 von Lena durch die Big Data-Auswertung von Suchanfragen aus allen Eurovisions-Ländern korrekt vorhergesagt.

Auch die NSA hat Big Data-Analyse eingesetzt, um auf der ganzen Welt die Kommunikation über das Internet zu überwachen. Damit sollen Kriminelle und Terroristen gefunden werden, aber gleichzeitig werden auch Milliarden rechtschaffende Erdenbürger überwacht.

Schutz vor Big Data

Auch wenn Big Data uns einige Vorteile bringt müssen wir uns also genau überlegen, ob wir unsere Daten in den Big Data-Topf werfen. Ganz verhindern können wir es sowieso nicht. Wir haben aber ein paar Tipps zusammengestellt, um es den Datensammlern möglichst schwer zu machen:

  • Lösche regelmäßig deine Cookies auf dem Computer. Drücke dazu einfach in deinem Webbrowser-Fenster die Tastenkombination STRG+SHIFT+ENTF und wähle die Cookies zum Löschen aus.
  • Achte bei deinen Apps auf die Datenfreigaben! Je weniger deiner persönlichen Daten ins Internet gelangen, desto besser!
  • Erst einloggen, wenn notwendig! In Online-Shops stöbern oder in Suchmaschinen suchen geht auch, wenn man nicht eingeloggt ist und die Betreiber können deine aktuellen Anfragen dann nicht so einfach deinem Account zuordnen.

Die Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) hat ein interessantes Erklärvideo produziert, in dem du noch mehr zum Thema Big Data erfahren kannst.

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