An was denkt ihr, wenn ihr „Afrika“ hört? Vermutlich an Armut, Hunger oder Krieg. Aber es gibt auch viele erfreuliche Geschichten aus dem Schwarzen Kontinent. So z.B. die Tatsache, dass Afrika der am stärksten boomende Handymarkt der Welt ist. Das glaubt ihr nicht? Dann lest euch doch einen kurzen Reisebericht aus Ghana durch – ihr werdet ein paar interessante Eindrücke rund um das Thema Handy in Afrika bekommen.

Afrikanischer Handymarkt boomt!

Egal wo man geht oder steht: Überall klingeln Handys! Ob im Restaurant oder in den Klassenzimmern von Schulen, während eines intensiven Gesprächs oder beim Taxifahrer – ja sogar in der Kirche. Die Leute gehen einfach ans Handy und telefonieren ausgelassen. Was in Deutschland unvorstellbar wäre, ist hier in Ghana Alltag. Gefühlt jeder Ghanaer – ob reich oder arm, ob Manager oder Slumbewohner – besitzt mindestens ein Handy, meistens gleich mehrere auf einmal (siehe Bild: ein Afrikaner telefoniert mit zwei Handys gleichzeitig). Und das in einem Land, in dem sich ein Großteil der Menschen täglich um sauberes Trinkwasser bemühen muss.

Unternehmen setzen auf Afrika

Den Trend haben längst auch die Mobilfunkbetreiber bemerkt. So wurden in den letzten Jahren fortlaufend die Handynetze ausgebaut. Selbst im kleinsten Dorf gibt es jetzt ein ordentliches Signal. Außerdem sind die Kosten für Handys und Smartphones sehr gering (ab ca. 10€). Die Nachfrage ist daher riesig. Mittlerweile sind die Straßen in Ghana von kleinen Handygeschäften und Prepaidständen gesäumt, denn Handyverträge gibt es so gut wie gar nicht.

Eine Sim-Karte kostet übrigens umgerechnet 40 Cent, inkl. 40 Cent Guthaben. Eine SMS oder eine Minute Sprechzeit kostet ca. 1,6 Cent.

Wart ihr vor kurzem auch in einem anderen Land im Urlaub? Wie werden dort Handys genutzt? Schreibt uns per E-Mail eure Erfahrungen!