Musical.ly

Screenshot Musical.ly
Screenshot Musical.ly aus Video von denise.kraack

Allgemeines

Mit Musical.ly kannst du 15-sekündige Videos, sogenannte "Musicals" zu bekannten Songs aufnehmen, mit kreativen Effekten bearbeiten und sie anschließend mit deinen Followern teilen. Dank Playbacks musst du die Songs dabei nicht selbst singen – es zählt vielmehr deine Performance, also wie du den Song präsentierst und interpretierst. Wer lieber spricht, kann auch lustige Zitate aus Filmen oder Serien nachsprechen. Du kannst anderen „Musern“ folgen und ihre Videos bewerten und fremde oder eigene Videos auch in anderen sozialen Netzwerken teilen.

Funktion & Bedienung

Die Bedienung ist nach kurzer Eingewöhnungszeit intuitiv und leicht verständlich. Über das Menü hast du Zugriff auf alle Nutzer, denen du folgst, auf eine Suchfunktion, dein Profil und natürlich auf den Button, mit dem du deine eigene Performance aufnehmen und anschließend bearbeiten kannst. Über Hashtags werden die erstellten Musicals bestimmten Kategorien zugeordnet (z.B. #duet, #girl oder #comedy). Die Hashtags dienen gleichzeitig auch als Suchfunktion: Zu jedem Hashtag und zu jedem Song zeigt Musical.ly eine Bestenliste mit den beliebtesten Videos.

Tipp: Unser Partner klicksafe hat einen neuen Leitfaden zur sicheren Bedienung von musical.ly herausgebracht.

Kostenfallen, Datensicherheit & Missbrauch

Die App fordert bei der Installation zahlreiche Berechtigungen, allerdings lassen sich die meisten sehr gut den Funktionen zuordnen. Du solltest dir aber bewusst sein, dass auch Muscial.ly viele Daten sammelt und im Verdacht steht, diese an Werbenetzwerke weiter zu geben. Um Musical.ly nutzen zu können, musst du dich anmelden: Entweder mit deinem Facebook- oder Twitter-Account oder mit einer E-Mail-Adresse. 

Achte bei der Aufnahme darauf, dass das Recht am eigenen Bild und das Urheberrecht gewahrt bleiben. Gerade das Urheberrecht kann zum Problem werden, wenn du zu bekannten Songs performst und das Video anschließend öffentlich über soziale Netzwerke teilst. Mit den von Musical.ly bereitgestellten Song-Ausschnitten sollte es keine Probleme geben, andere Songs sind aber tabu!

Offiziell darf Musical.ly ab 13 Jahren genutzt werden. Trotzdem tummeln sich dort sehr viele Minderjährige, die teilweise deutlich jünger sind! Achtung: In den Standard-Einstellungen ist dein Profil öffentlich! Wir empfehlen dir daher, dein Konto in den Einstellungen auf "privates Konto" umzustellen. Außerdem liest Musical.ly standardmäßig deine Standort-Daten aus und stellt sie öffentlich in der App dar. Auch das solltest du in den Einstellungen ändern.

Darüber hinaus sind gute Meldemöglichkeiten Pflicht: Du hast in Musical.ly die Möglichkeit, Videos und Personen zu melden und Kontakte zu blockieren. Da Videos allerdings nicht gefiltert werden, kann es sein, dass du mit für Jugendliche oder Kinder ungeeigneten Inhalten in Berührung kommst. Die Möglichkeit deinen Account zu löschen fehlt bisher sogar komplett.

Leider sind sämtliche Informationen zu Urheberrecht, Datenschutz und Nutzungsbedingungen der App nur in englischer Sprache verfügbar. Du willst dazu noch mehr wissen? Die Seite mobilsicher hat einen ausführlichen Test zu Datenschutz und Zugriffsrechten gemacht.

Fazit & Empfehlung

Musical.ly bietet einen großen Spaßfaktor: Coole Songs, eine passende Performance und hübsche Effekte sorgen für launige Videos, die über Musical.ly (am besten Konto auf privat umstellen!) oder andere Netzwerke geteilt werden können. Die Schwierigkeiten mit dem Datenschutz und dem Urheberrecht trüben den Genuss – wer bei den von Musical.ly bereitgestellten Songs bleibt, sollte aber keine Probleme bekommen. Dubsmash und auch Snapchat müssen sich auf jeden Fall warm anziehen!

Und übrigens: Auch Musical.ly hat schon die ersten Stars hervorgebracht: Die 13-jährigen Zwillinge Lisa und Lena aus der Nähe von Stuttgart performen ihre Songs vor einem Millionenpublikum.

(Stand:19.04.2017)

Hinweis

Jede App bietet Vor- und Nachteile. Wir wollen keine App verbieten, sondern weisen auf mögliche Probleme hin und geben – sofern möglich – Tipps für eine kompetente und sichere Nutzung. Letztendlich muss jeder für sich selbst eine Abwägung treffen, ob man die App nutzen möchte oder nicht.

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