03.09.2014

10 Tipps und 1 Erklärvideo gegen Handyschulden!

Münzen und Geldscheine mit Szene aus Kostenfallen-Erklärvideo

Am Ende des Themenmonats „Kostenfalle Handy“ wollen wir dir noch einmal alle wichtigen Informationen und Tipps zur Vermeidung von Kostenfallen auf dem Handy übersichtlich zusammenfassen. Außerdem haben wir für dich ein Erklärvideo produziert, indem wir dir zeigen, welche fiese Kostenfallen tagtäglich auf dich warten und wie du dich davor schützen kannst!

1. Es muss nicht immer das neuste Smartphone sein!

Wenn du dir ein neues Smartphone kaufst, musst du oft eine Menge Geld investieren. Deswegen sind die meisten Smartphones in Verträge integriert, bei denen du monatlich dafür bezahlst. Doch nicht immer ist es sinnvoll auch das aktuellste Modell zu kaufen. Unser Tipp: Schau dich bei den Vorgänger-Modellen um! Denn diese bieten häufig einen vergleichbaren Funktionsumfang, sind dafür aber wesentlich billiger. 

2. Prepaid-Karten bieten besten Kostenüberblick

Viele Handyverträge klingen auf den ersten Blick verlockend - oft merkt man erst nach Abschluss des Vertrages, dass man die eine oder andere Kostenfalle übersehen hat. Deswegen  lohnt es sich immer das Kleingedruckte zu lesen und vor Abschluss eines Vertrages gründlich zu vergleichen. Außerdem lohnt sich oft ein teurer Vertrag mit 24-monatiger Laufzeit gar nicht: Prepaid-Karten sind oft unkomplizierter und bieten einen besseren Kostenüberblick.

3. Freiminuten sind nicht gleich Freiminuten

Gerade bei Verträgen mit Freiminuten können manche Minutentaktungen dazu führen, dass du unterm Strich deutlich mehr zahlst. Denn Handygespräche werden fast nie sekundengenau abgerechnet, sondern schon ab der ersten Sekunde auf die volle Minute aufgerundet. Dadurch können deine Freiminuten schnell aufgebraucht werden, obwohl du gar nicht so viel telefoniert hast. Kommst du dann noch über die Freiminutengrenze hinaus, steigen die Kosten teils drastisch.

4. Falsche Internet-"Flatrates"

„Flatrate“ bedeutet nicht gleich Flatrate. Denn das schnelle Surfen ist nur bis zu einer bestimmten Datenmenge verfügbar. Häufig einsetzte Grenzvolumina sind 300 MB, 500 MB oder 1 GB. Wer häufig grafisch aufwändige Seiten aufruft, Online-Spiele zockt oder gar Video-Streaming nutzt, wird mit solchen Angeboten nicht lange glücklich. Deshalb wenn möglich immer WLAN verwenden!

5. Lange Vertragslaufzeiten

Ein Vertrag für z. B. 29,90 € im Monat kostet bei 24-monatiger Laufzeit knapp 720,- €  – das ist eine Menge Geld! Achte also darauf, wie lange der Vertrag läuft und wann du ihn kündigen musst, um eventuell einen günstigeren Vertrag zu ergattern.

6. Teure Sonderrufnummern 

Service- oder Sonderrufnummern sind Nummern mit Sondervorwahlen wie 0900, 0180 oder 0137. Die angegebenen Preise pro Minute gelten allerdings nur für das deutsche Festnetz und nicht für das Handynetz – diese sind meist deutlich teurer. Deshalb solltest du, wenn nötig, die Nummern aus dem Festnetz anrufen.

Wenn du auf deinem Handydisplay einen verpassten Anruf von einer Sonderrufnummer entdeckst, solltest du nicht zurückrufen. Diese Lockanrufe werden nach dem ersten Klingeln beendet und die Anbieter verdienen daran, dass neugierige Nutzer die Nummer zurückrufen.

7. Achtung bei Premium-SMS

Premium-SMS kosten zwischen 29 Cent und maximal 9,99 €. Du erkennst diese Kostenfalle an der fünfstelligen Nummer und dem Kennwort, dass man mitschicken muss, z. B. einen Buchstaben. Diese Nummern werden häufig für Abstimmungen und Gewinnspiele eingesetzt, es können aber auch teure Abos bestellt werden. Informiere dich deshalb vor dem Versand genau, was dich die SMS kostet und ob möglicherweise mehrere SMS erforderlich sind.

8. In-App-Käufe nur mit Passwort

Per In-App-Käufen kannst du Funktionen in Apps gegen Geld nachladen, z. B. Zusatzlevel oder Werbefreiheit. Damit du den Überblick nicht verlierst empfehlen wir dir, die In-App-Käufe zu deaktivieren oder nur mit Passwort-Eingabe zu erlauben. Wie das geht, erfährst du im Artikel.

Damit du generell bei deinen Ausgaben den Überblick behälst, kannst du eine Geldmanager-App verwenden und deine Ausgaben genau dokumentieren. Eine solche App, der "MFC Geldmanager" der gemeinnützigen Initiative My Finance Coach, gibt es für Android und iOS.

9. Drittanbietersperre aktivieren

Aus Versehen auf einen Werbebanner geklickt und schon hat man ein ungewolltes Abo auf der Handyrechnung. Um dich vor diesem sogenannten WAP-Billing zu schützen, empfehlen wir dir, die Drittanbietersperre bei deinem Mobilfunkanbieter zu aktivieren.

10. Roaming-Gebühren im Blick behalten

Wenn du dein Smartphone im Ausland nutzt fallen für viele Dienste Roaming-Gebühren an und machen die Dienste so deutlich teurer. Versuche deshalb im Ausland möglichst wenig zu telefonieren oder SMS zu schreiben und deaktiviere das Daten-Roaming.

Erklärvideo Kostenfallen

Zum Abschluss des Themenmonats haben wir außerdem ein neues Erklärvideo produziert, in dem wir die fiesesten Kostenfallen vorstellen. Viel Spaß beim Anschauen!

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