Herr Orth zweifelt an der Ortung
Kategorie:
Sicherheit
05/06/08
Derzeit gibt es viele Anbieter, welche die Lokalisierung von Handys als Dienst anbieten. Um die Handyortung zu aktivieren, reicht es oft aus, eine SMS von dem entsprechenden Handy zu schicken. Der FDP-Politiker Robert Orth sieht den Datenschutz in Gefahr und fürchtet eine Totalüberwachung durch den Missbrauch solcher Dienste.
Ortung? Ja, aber sicher!
Robert Orth ist rechtspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion in NRW. Seine Partei hat gemeinsam mit der CDU eine Initiative in den NRW-Landtag eingebracht, um die Ortung von Handys in Zukunft sicherer zu machen. Denn damit ein Handy, bzw. die SIM-Karte mit der Handynummer geortet werden kann, muss der Besitzer des Handys seine Einwilligung geben. Denn jeder Mensch hat ein Grundrecht darauf, dass seine persönlichen Daten geschützt werden und dass er selbst bestimmen kann, welche Informationen über ihn von anderen eingesehen werden können.
Grundrechte schützen
“Um die Grundrechte der Betroffenen besser zu schützen, müssen die Voraussetzungen für die Nutzung eines solchen Ortungsservice verschärft werden. Wir fordern, dass jeder Anbieter eines solchen Services eine persönliche Unterschrift des Eigentümers zur Freigabe der Ortung verlangen muss, sodass eine schlichte Bestätigungs-SMS vom fremden Handy nicht mehr reicht”, so Robert Orth. Außerdem sollte nach jeder Ortung eine SMS an das Handy geschickt werden, das geortet wurde.
Überwachung vermeiden
Über einen Ortungsdienst können der Aufenthaltsort und das Bewegungsmuster von Handykunden herausgefunden werden. Wer sich diese Informationen ohne Berechtigung erschleicht, begeht laut Herrn Ort einen tiefen Eingriff in die Persönlichkeitsrechte. Deshalb fordern FDP und CDU in NRW bessere Schutzvorkehrungen und Sanktionsmöglichkeiten, um unerlaubte Überwachung zu verhindern.
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- Totalüberwachung muss verhindert werden
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