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Studie über Cyberbullying

Kategorie: Sicherheit
20/03/08

In Australien wurde erstmals eine große Studie in Auftrag gegeben, in der untersucht wird, welche Auswirkungen die neuen Formen des Mobbings über Medien (Cyberbullying) haben. Über einen Zeitraum von fünf Jahren werden über 4000 Kinder und Jugendliche von 40 verschiedenen Schulen befragt.

Öffentliche Studie
Die Cyberbullying-Studie wird von der Regierung des Bundesstaats Westaustralien mit 400 000 Dollar finanziert. Der westaustralische Erziehungsminister Mark McGowan geht davon aus, dass rund 15 Prozent der dortigen Schüler von Cyberbullying betroffen sind und schon durch beleidigende SMS und Mails, das Veröffentlichen peinlicher Fotos oder auf anderen digitalen Wegen belästigt wurden.

Unbekannte Bedrohung
Die Professorin Donna Cross leitet die Studie. Sie glaubt, dass Cyberbullying noch schlimmere Auswirkungen hat als die altbekannten Formen von Mobbing und Ausgrenzung. Denn das Cybermobbing passiert meistens anonym. Die Opfer wissen also nicht, wer sie belästigt. Das kann zu großer Angst und Verunsicherung führen, weil Schüler dann zum Beispiel anfangen, alle Mitschüler zu verdächtigen. Für die Täter bedeutet diese anonyme Form des Mobbings, dass sie ihre Opfer nicht ansehen müssen und sich dadurch vielleicht noch gemeinere Dinge trauen.

Gefährliche Mischung
Donna Cross: “Wir kennen die Folgen, die schon traditionelles Mobbing bei Heranwachsenden auslöst. Das können zum Beispiel Depressionen, Angstgefühle, soziale Isolation, körperliche Reaktionen oder schulischer Misserfolg sein. Durch die neuen Formen des Cyberbullying entwickelt sich das zu einer immer gefährlicheren Mischung.” Die Wissenschaftlerin macht sich vor allem über die zunehmende Verbreitung von beleidigenden Bildern Sorgen.

Aktiv werden
In der Studie wird nicht nur untersucht, welche Auswirkungen Cyberbullying auf Kinder und Jugendliche hat. Es geht auch darum, dass auch Mitschüler, Lehrer und Eltern die neuen Mobbingformen erkennen können, um etwas dagegen zu tun.

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