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Sorge um Datenschutz im Netz

Kategorie: Sicherheit
23/06/11

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Bei einer großen europaweiten Umfrage kam heraus, dass sehr viele Menschen sich heute Sorgen darüber machen, ob ihre Daten im Internet sicher sind. Die Preisgabe von persönlichen Daten im Netz empfinden drei von vier Europäern heute als etwas Alltägliches. Doch gleichzeitig sind sie besorgt darüber, wie Suchmaschinen, soziale Netze und andere Unternehmen mit ihren Angaben umgehen. Für die aktuelle Eurobarometer-Umfrage zum Datenschutz und zu elektronischer Identität wurden über 26.000 Menschen in den 27 Mitgliedsstaaten der EU befragt.

 

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Recht auf Vergessen
Laut Eurobarometer machen 62 Prozent der EU-Bürger über 15 Jahre zum Schutz ihrer Identität online nur die erforderlichen Mindestangaben. 75 Prozent der Befragten wünschen sich, die persönlichen Angaben jederzeit online löschen zu können, um so von ihrem Recht, vergessen zu werden, Gebrauch zu machen. Und sogar 90 Prozent sprechen sich für europaweit geltende Datenschutzrechte aus. Derzeit arbeitet die Europäische Kommission an einer Reform der EU-Datenschutzvorschriften.

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Recht auf Widerruf
“Die meisten Menschen sind es gewohnt, persönliche Daten preiszugeben, wenn sie online einkaufen oder soziale Netze verwenden. Gleichzeitig sind sie jedoch besorgt darüber, wie mit ihren Daten umgegangen wird, und befürchten, bisweilen die Kontrolle zu verlieren”, so EU-Vizepräsidentin und Justizkommissarin Viviane Reding. “Deswegen möchte ich im Zuge der Aktualisierung der Datenschutzvorschriften ausdrücklich klarstellen, dass Menschen das Recht - und nicht nur die Möglichkeit - haben, ihre Einwilligung zur Verarbeitung ihrer Daten zu widerrufen“.

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Bedenken hemmen Onlinemarkt
Auch Neelie Kroes, die in der Europäischen Kommission für die digitale Agenda zuständig ist, baut auf einen Ausbau des Datenschutzes: “Viele Menschen zögern, ihre Einkäufe online zu tätigen, weil sie datenschutzrechtliche Bedenken haben. Dies bremst die Entwicklung von Europas digitalem Binnenmarkt und hemmt unsere wirtschaftliche Erholung. Auch bestehen einige begründete Bedenken hinsichtlich der Sicherheit der Identität im Internet, denen ich mich demnächst mit einem Legislativvorschlag widmen möchte“.

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Sorglose Unternehmen?
70 Prozent der Europäer, die das Internet nutzen, äußern sich besorgt darüber, wie Unternehmen mit privaten Daten umgehen. Sie denken, dass sie gar keine oder nur eine eingeschränkte Kontrolle über ihre eigenen Daten haben. Drei von vier Nutzern wünschen sich, dass Daten nur dann erhoben und verarbeitet werden dürfen, wenn sie ihre zuvor ihre ausdrücklichen Einwilligung gegeben haben. Diese Zustimmung im Voraus ist das Kernprinzip der EU-Datenschutzvorschriften. Informationen können demnach nicht ohne Zustimmung des Nutzers weitergegeben werden und dürfen von Unternehmen ausschließlich zum vereinbarten Zweck verwendet werden. (mf)

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