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Sicher im Sozialen Netz

Kategorie: Sicherheit
03/10/08

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Online-Communities wie schülerVZ, MySpace oder facebook sind vor allem bei jungen Leuten beliebt. Laut ARD/ZDF-Onlinestudie 2008 haben 74 Prozent der 14 bis 19-Jährigen mindestens ein Profil bei solch einem Social Network. Aber wie sicher sind die persönlichen Daten, die auf die Plattformen der verschiedenen Anbieter hochgeladen werden? Diese Frage hat sich auch das Fraunhofer-Institut gestellt und sieben Soziale Netzwerke untersucht. Hinschauen lohnt sich!

Plattformprüfung
Privatsphärenschutz in Soziale-Netzwerke-Plattformenexterner Linkexterner Link - so lautet der Titel einer aktuellen Studie, die das Fraunhofer Institut für Sichere Informationstechnologie (SIT) jetzt veröffentlicht hat. Die Tester vom SIT haben sich die Privatplattformen MySpace, facebook, studiVZ, werkenntwen, und lokalisten genauer angeschaut und auch die beruflichen Plattformen XING und LinkedIn unter die Lupe genommen. Im Mittelpunkt stand dabei, welche Maßnahmen zum Schutz der Privatsphäre die jeweiligen Anbieter im Programm haben.

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Digitales Zuhause
Wer eine Plattform im Netz sucht, um sich zu präsentieren, mit Freunden auszutauschen oder berufliche Kontakte knüpfen will, sollte sich sein digitales Zuhause genau anschauen. Denn es gibt durchaus einige Kriterien, um soziale Netzwerke nach Sicherheitsstandards zu beurteilen. Laut Fraunhofer Institut konnte keine der getesteten Plattformen vollständig überzeugen. Überall fanden die Forscher Lücken im Datenschutz.

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Ergebnisse
Bei den privaten Plattformen schnitt facebook am Besten ab, auch wenn die Tester vom SIT erhebliche Schwächen fanden. Im Mittelfeld landeten MySpace, studiVZ und werkenntwen. Abzüge gab es für Lücken in der Zugriffskontrolle oder fehlende Verschlüsselung. Die Plattform lokalisten ist das Schlusslicht in punkto Privatsphäre, vor allem wichtige Funktionen fehlen, um die Zugriffe auf die eingestellten Daten zu kontrollieren. Bei den Geschäftsplattformen hatte LinkedIn gegenüber XING die Nase vorn.

Lücken im Netz
Worauf solltest du achten, wenn du dich bei einem Social Network anmelden willst? In der folgenden Liste kannst du sehen, welche Mängel die Forscher bei den getesteten
Plattformen gefunden haben:

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  • bei der Anmeldung müssen viel zu umfangreiche Pflichtangaben gemacht werden.
  • Pseudonyme werden nicht unterstützt.
  • Der Kanal zur Plattform wird nicht oder nur unzureichend verschlüsselt.
  • Der Schutz bestimmter persönlicher Daten ist gar nicht gewollt.
  • Es fehlen Mechanismen, mit denen der Zugriff auf Daten geregelt werden kann (z.B. bei der Suchfunktion oder Fotoverknüpfungen).
  • Vertrauliche Multimediadaten können von außerhalb der Plattform abgerufen werden.
  • Das Abmelden von der Plattform ist umständlich und private Daten werden nach der Abmeldung nur unvollständig gelöscht.
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Es ist DEIN Netz
Die wichtigsten Tipps der Experten vom Fraunhofer Institut zur sicheren Nutzung von Sozialen Netzwerken:

  • Keine Nutzung von Social Networks im öffentlichen WLAN oder anderen fremden Netzen.
  • In Geschäftsplattformen sollten keinerlei Daten aus dem Privatleben eingegeben werden. Außerdem sollte bei Geschäftsdaten darauf geachtet werden, ob es nicht Geheimhaltungspflichten gibt.
  • Für die Plattformen sollten keine E-Mail-Adressen genutzt werden, die in anderen Zusammenhängen als Pseudonym verwendet werden (z.B. in einem politischen Forum).
  • Unmittelbar nach der Neuanmeldung bei einer Plattform sollten die Privatsphäre-Optionen streng eingestellt werden.
  • Die Freigabe aller Daten im Internet (so genanntes “öffentliches Profil”) sollte unmittelbar nach der Anmeldung ausgeschaltet werden.
  • Für eine Plattform sollte genau eine Rolle festgelegt werden, z.B. “Student” oder “Angestellter bei Firma XY”. Nur die für diese Rolle benötigten Daten eingeben und den Zugriff darauf nur gegenüber den Leuten freigeben, die mit dieser Rolle zu tun haben. Für weitere Rollen können andere Plattform gewählt oder wenn möglich weitere Nutzerkonten angelegt werden.

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