Pilze suchen mit dem Smartphone
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Dies und Das
18/11/11
Wer beim Wandern eine seltene Pflanze oder ein besonderes Tier entdeckt, kann seinen Fund künftig in sein Smartphone eingeben. Fotos, Beschreibungen und Geodaten fließen dann in einem europäischen Umwelt-Beobachtungsnetz zusammen. Diese Datenbank samt Smartphone-Applikation entsteht gerade im Rahmen des von der EU geförderten Projekts ENVIROFI. Umgekehrt wird es den Nutzern aber auch ermöglicht, online nach den Pflanzen und Tieren zu schauen, die in der jeweiligen Region vorkommen.
Erfassung der Artenvielfalt
Das Projekt ENIROFI verfolgt das Ziel, die Artenvielfalt in Europa zu erfassen. Dabei setzen die Verantwortlichen auf interessierte Laien, die mit Hilfe einer neuen App künftig ihre Funde aufzeichnen. Seltene Pflanzen und Tiere können dann mit GPS-Handys fotografiert und gemeinsam mit kurzen Beschreibungen auf ein Webportal geladen werden. Wenn viele Wanderer diese App einsetzen, können europaweit Daten gesammelt werden. Alle Funde werden auf einer Karte eingetragen und können dann von anderen Nutzern überprüft werden.
Fotos abgleichen
Das Webportal soll aber auch für reine Abfragen zur Verfügung stehen. Nutzer können so schnell erfahren, welche Arten am jeweiligen Standort um die jeweilige Jahreszeit vorkommen. Über automatisierte Erkennungsmethoden können auch Fotos verglichen werden. Wer künftig auf Pilzsuche geht, kann dann über ENVIROFI abgleichen, welche Sorte er vor sich hat. Auch Audioaufnahmen von Tierrufen sollen in der Datenbank gespeichert werden.
Wissenschaftliches Projekt
Auch wenn ENVIROFI künftig viele nützliche Funktionen hat, geht es im Kern um ein wissenschaftliches Projekt zum Thema Biodiversität (Artenvielfalt). So ist ein Ziel von ENVIROFI, die wissenschafltichen Namen der unterschiedlichen Arten eurpaweit zu vereinheitlichen. Getragen wird das Projekt von einem Konsortium mit 14 Organisation aus acht verschiedenen europäischen Ländern. (mf)
