Neue Ladegeräte schonen Klima
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Dies und Das
03/11/09
Das einheitliche Ladegerät für Handys kommt. Nach Forderungen aus der Politik und Ankündigungen aus der Industrie hat sich nun auch die Internationale Fernmeldeunion (ITU) auf ein Standardnetzteil verständigt, mit dem künftig alle Handy-Modelle aufgeladen werden können. Das schont die Umwelt, denn die neuen Ladegeräte brauchen weniger Strom. Außerdem muss nicht mehr zu jedem neuen Handy ein Netzteil mitgeliefert werden. So entsteht weniger Elektroschrott. Auch beim nächsten Klimagipfel wird über die Standard-Ladegeräte gesprochen.
One-size-fits-all
Die International Telecommunication Union (ITU) gehört zu den Vereinten Nationen und beschäftigt sich weltweit mit technischen Aspekten der Telekommunikation. Die Fernmeldeunion hat sich auf einen Standard für Ladegeräte geeinigt. Das neue Teil heißt Universal Charging Solution (UCS), also Einheitliche-Auflade-Lösung. Mit dem UCS sollen weltweit alle Handy-Modelle von allen Herstellern aufgeladen werden können, die in Zukunft auf den Markt kommen.
Energie sparen
Das neue Ladegerät UCS funktioniert über eine Micro-USB-Schnittstelle, die schon jetzt bei einigen Handys zu finden ist und über die auch Daten ausgetauscht werden können. UCS-Ladegeräte gehen sparsam und effizient mit Energie um. Außerdem müssen künftig viel weniger Ladegeräte hergestellt, verschickt und ausgetauscht werden. Nach Angaben der ITU werden dadurch jedes Jahr rund 51 000 Tonnen an Elektroschrott vermieden. Hinzu kommen 13,6 Millionen Tonnen an Treibhausgasen, die jährlich weniger anfallen.
Beitrag zum Klimaschutz
Die Vorschläge der Fernmeldeunion sind für die Hersteller nicht verpflichtend. Allerdings haben sich die führenden Handyhersteller nach Druck aus der Politik auch schon über ein einheitliches Ladegerät verständigt. Nach Ansicht der ITU sind solche Schritte sehr wichtig, denn einheitliche Ladegeräte könnten zum Beispiel auch für andere Geräte eingeführt werden. Die Informations- und Kommunikationstechnologien kann dadurch einen noch größeren Beitrag zum Klimaschutz leisten. Darüber soll auch beim nächsten großen Weltklimagipfel im Dezember in Kopenhagen geredet werden.
