Kontoführung übers Handy
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Dies und Das
12/07/10
In Kenia fliegt das Geld durch die Luft. Denn fast jeder vierte Kenianer nutzt das mobile Konto M-PESA und kann per SMS Geld überweisen oder abheben. Durch M-PESA konnten auch ärmere Menschen oder einfache Bauern ihr erstes eigenes Konto eröffnen. Denn anders als in Deutschland gehört das eigene Bankkonto in Kenia nicht zur Normalität. Da aber immer mehr Kenianer ein eigenes Mobiltelefon besitzen, konnten sich M-PESA-Konten erfolgreich verbreiten. Die Idee war sogar so erfolgreich, dass es weltweit Nachahmer gibt.
Bank von nebenan
Wie die englische Zeitung “The Economist” berichtet
externer Link, gibt es in Kenia nur insgesamt 840 Bankfilialen. Aber es gibt inzwischen rund 17.600 M-PESA-Agenturen. Supermärkte oder ganz einfache Läden, in denen Prepaid-Karten fürs Handy verkauft wurden, wickeln nun auch Geldgeschäfte ab. Bei den Agenturen können M-PESA-Kunden Bargeld auf ihr Konto einzahlen oder sich Beträge auszahlen lassen.
Erfolgreiches Modell
Etwa jeder vierte Kenianer hat inzwischen ein mobiles Konto eröffnet. Insgesamt gibt es rund 10 Millionen M-PESA-Kunden. In Kenia ist die Kontoführung über das Handy inzwischen zur Normalität geworden. Mit einfachen Mitteln kann so zum Beispiel Geld aus der Stadt zur Familie aufs Land geschickt werden.
Faktor Handy
Das erfolgreiche Modell aus Kenia hat einige Nachahmer in der ganzen Welt gefunden. Die Zeitung “The Economist” berichtet von etwa 60 Projekten, die M-PESA als Vorbild genommen haben. Das Handy kann also vor allem in ärmeren Ländern eine ganz andere Rolle spielen als bei uns. Denn über die einfachen Handykonten haben viele Menschen erstmals die Möglichkeit, eigene Bankgeschäfte zu tätigen.
