Kein schöner Rekord: der 100. Handyvirus
Kategorie:
Sicherheit
16/12/05
Im Jahr 2005 hat sich die Zahl der Handyviren verzehnfacht. Die Firma F-Secure, die Antivirensoftware entwickelt, hat Ende 2004 etwa zehn verschiedene Viren gezählt, die Handys befallen - jetzt sind es über 100. Im Vergleich mit 150.000 bekannten PC-Viren ist das immer noch wenig, aber es werden ständig mehr.
Betrieb mit System
Computerviren zielen meistens auf Rechner mit einem Betriebssystem von Microsoft. Denn die sind am weitesten verbreitet. Auch bei Handys gibt es Betriebssysteme - und hier ist das Betriebssystem “Symbian” auf sehr vielen Smartphones installiert. Die Schreiber von Viren zielen besonders auf diese Geräte, damit sich ihre schädlichen Dateien möglichst weit verbreiten. Allerdings ist die Marktbeherrschung vom Handybetriebssystem “Symbian” nicht so hoch wie bei “Windows” im Bereich PC.
Schlechte Datenpakete
Ein Virus kann auf verschiedenen Wegen ins Handy kommen. Als SMS, MMS, über Bluetooth oder durch Downloads aus dem Internet - sobald es um Datenpakete geht, die auf dem Handy landen, könnte sich ein Virus darin verstecken. Bislang gehen aber noch nicht so viele Handynutzer mit ihren Geräten ins Internet. Auch der Austausch von Dateien von einem Handy zum anderen hat sich noch nicht so stark durchgesetzt. Da beides aber immer mehr zunimmt, steigen auch die Möglichkeiten von Handyviren, sich zu verbreiten.
Das kann mir doch nicht passieren
Die Entwicklung der Handyviren wird von vielen Seiten beobachtet: Handyhersteller, Firmen für Antivirensoftware, Anbieter von Betriebssystemen und Netzbetreiber - sie alle wollen ihre Produkte künftig sicherer machen. Und die Schreiber von Handyviren werden versuchen, immer wieder Lücken zu finden. Deshalb ist es wichtig, dass auch du als Nutzer dir klar machst, dass Viren deinem Handy, deiner Sicherheit und auch deinem Geldbeutel schaden können. Deshalb solltest du beim Download und beim Ausführen von Dateien darauf achten, woher sie kommen. Außerdem solltest du darauf achten, welche Schnittstellen - wie zum Beispiel Bluetooth - an deinem Gerät aktiv sind. Man muss ja nicht immer mit “offenen Türen” durch die Gegend laufen.
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