Heimat to go
Kategorie:
Anwendungen
03/05/11
Das Handy wird immer häufiger als Empfangsgerät für mobile Medien genutzt. Vor allem die Radionutzung auf den mobilen Endgeräten hat im letzten Jahr zugenommen. Das beliebteste Gerät, um unterwegs Medieninhalte zu nutzen, bleibt aber das Notebook. Das ergab eine neue Studie vom Marktforschungsinstitut TNS Emnid, die von der Radioindustrie in Auftrag gegeben wurde. Die Untersuchung kam auch zu dem Ergebnis, dass die Nutzer verstärkt auf regionale Inhalte und location based services setzen. Der Titel der Studie heißt deshalb “Heimat to go - medial verankert in der Region“.
Mobile Medien
Rund ein Viertel aller Befragten nutzt das Notebook, um unterwegs Medieninhalte zu nutzen. Bei der jungen Zielgruppe zwischen 14 und 29 setzt schon die Hälfte auf das Notebook. Ähnlich ist es beim Handy. Hier geben rund 18 Prozent aller Befragten und über 40 Prozent der unter 30-Jährigen an, dass sie das Mobiltelefon zum Abruf von Medieninhalten nutzen.
Radio vorn
Zu den beliebtesten Inhalten für mobile Mediennutzung gehört das Radiohören. Über 12 Prozent aller Befragten und fast 30 Prozent der 14- bis 29-Jährigen hören bereits Radio über ihr Handy. Die Tendenz ist weiter steigend. Die mobile Fernsehnutzung über das Handy bleibt aber vergleichsweise gering. Jugendliche schauen sich über ihr Handy eher Videos bei YouTube oder anderen Portalen an.
Regionale Inhalte
Nach Ergebnissen der Studie “Heimat to go” finden rund 40 Prozent der Befragten regionale Informationen wichtig. Um unterwegs zusätzliche Informationen zu Medieninhalten oder Werbeangebote bezogen auf den Standort abzurufen, setzen die Nutzer je nach Alter auf verschiedene Wege: Während die Jüngeren standortbezogene Zusatzdienste am liebsten per Handy nutzen, wünschen sich ältere Zielgruppen diese vornehmlich auf dem Autoradio.
Radiosender optimistisch
Die Studie ist von der Radiozentrale in Auftrag gegeben, einer gemeinsamen Marketing-Plattform von öffentlich-rechtlichen und privaten Radiostationen. Lutz Kuckuck, der Geschäftsführer der Radiozentrale, ist vor allem mit der Ausrichtung auf lokale Inhalte zufrieden: “Gerade das lokal verankerte Medium Radio mit seiner starken mobilen Nutzergemeinde wird hiervon profitieren. Spots können via Webradio und Mobile bereits auf Basis geographischer Daten gezielt ausgeliefert oder klassische Spots mit Location Based Services angereichert werden – nur drei Klicks und die nächstgelegene Verkaufsstätte oder ein regional einsetzbarer Coupon werden auf dem Display angezeigt“.
