Handy ohne Risiko
Kategorie:
Sicherheit
17/08/11
Das Handy ist für viele Kinder und Jugendliche zum alltäglichen Begleiter geworden. Es wird genutzt, um immer und überall mit der Familie oder Freunden in Kontakt zu bleiben und um den Alltag zu organisieren, besonders, wenn mal etwas Unvorhergesehenes passiert. Doch viele Eltern sind verunsichert, weil mit der Handynutzung auch Risiken verbunden sind. Die neue Broschüre “Handy ohne Risiko? Mit Sicherheit mobil – ein Ratgeber für Eltern” unterstützt Mütter und Väter mit hilfreichen Informationen und gibt Praxistipps für eine sinnvolle und altersgerechte Handynutzung ihrer Kinder.
Praktische Tipps
Die Broschüre “Handy ohne Risiko” wurde komplett überarbeitet und aktualisiert, sie kann jetzt wieder über das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend bestellt werden. Die fünf Kapitel bieten Hintergrundinfos und praktische Tipps:
- 1. Telefonieren und viel, viel mehr – Faszination Handy
- 2. Das Risiko in der Hand – Und wie Sie Ihre Kinder davor schützen können
- 3. Was Eltern und Pädagoginnen und Pädagogen tun können
- 4. So machen Sie das Handy sicherer (mit Informationen zu Sicherheitseinstellungen bei T-Mobile, Vodafone, E-Plus, O2 und Mobilcom-Debitel)
- 5. Dein Spickzettel – Tipps für jede HandyLebenslage!
Mobile Entwicklungsaufgaben
In der Broschüre findet sich auch ein Interview mit der Medienwissenschaftlerin Iren Schulz. Sie erklärt, warum das Handy für Jugendliche so wichtig ist: “Jugendliche befinden sich in einer Lebensphase, in der sie sich mit zahlreichen sogenannten Entwicklungsaufgaben auseinandersetzen: Wer bin ich und wer möchte ich sein? Zu wem gehöre ich und welche Beziehungen sind mir wichtig? Wie stelle ich mir meine berufliche Zukunft vor und welche Sicht auf die Welt vertrete ich? Antworten auf diese Fragen suchen Jugendliche auch in den Medien. Das Mobiltelefon nimmt dabei eine besondere Position ein.”
Reflektierter Handyumgang
Die Expertin Iren Schulz glaubt, dass Handyerziehung für Eltern viel schwieriger umzusetzen ist als “beispielsweise die Fernseherziehung, weil die Jugendlichen ihre Mobiltelefone immer bei sich und Eltern keinen Zugang zum persönlichen Medium ihrer Kinder haben. Deshalb ist es besonders wichtig, dass nicht nur Kontrollen und finanzielle Reglementierungen, sondern auch gemeinsame Gespräche und Diskussionen dazu beitragen, einen sinnvollen und reflektierten Handyumgang zu vermitteln.” Hier hilft die neue Broschüre, die von jugendschutz.net im Auftrag des Bundesfamilienministeriums erstellt wurde. (mf)
