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Gewaltvideos auf dem Handy

Kategorie: Dies und Das
12/07/05

An zwei Tübinger Schulen ist Mitte Mai 2005 ein Video einer Hinrichtung aufgetaucht. Das Snuff-Video wurde über die Bluetooth-Schnittstelle von Handy zu Handy getauscht. Gegen neun Jugendliche läuft jetzt ein Verfahren, weil die Darstellung und Verbreitung von Gewalt verboten ist.

Ein Lehrer hat in einer Pause entdeckt, dass sich ein Schüler das Snuff-Video angeschaut hat. Der hatte den 15-sekündigen Film von einem anderen Schüler über Bluetooth auf sein Handy überspielt bekommen. Insgesamt neun Jugendliche im Alter von 14 bis 16 Jahren und ein 13-jähriges Kind waren in die Tauschaktion verwickelt. Alle mussten ihre Handys zur Beweisaufnahme bei der Polizei abgeben. Gegen die Jugendlichen laufen Verfahren nach dem Jugendstrafrecht.

Wie die Tübinger Staatsanwaltschaft dem “Handysektor” mitteilte, werden die Urteile für August 2005 erwartet. Die Jugendlichen waren bei der Polizei bislang nicht auffällig. Mögliche Bestrafungen sind gemeinnützige Arbeitsstunden oder erzieherische Gespräche. Die Jugendlichen sollen aufgeklärt werden, dass die Darstellung von Gewalt verboten ist und eine gefährliche Wirkung haben kann.

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