Freiheit statt Freibier
Kategorie:
Anwendungen
25/01/06
In einer Lizenz für Software steht normalerweise, dass die Software nicht weitergegeben und verändert werden darf. Bei der General Public License (GPL) ist das genau anders. Denn diese Lizenz stellt sicher, dass freie Software - die viele auch Open Source nennen - wirklich frei ist. Bei einer neuen Version der GPL kann jetzt jeder mitreden.
Freie Software
Unter der General Public License (GPL) ist freie Software lizensiert. Wer eine neue Software programmiert hat, kann diese einfach unter die GPL stellen und macht sie damit frei zugänglich. “Frei” bedeutet aber nicht, dass eine Software einfach kostenlos verteilt wird. Vielmehr geht es um die Freiheit, die jeder Benutzer der Software hat. Denn freie Software darf uneingeschränkt genutzt und weitergegeben werden. Außerdem darf jeder Nutzer eine Software studieren, verändern und weiterentwickeln. Deshalb ist bei freier Software der Quelltext offen zugänglich. Außerdem gibt es in der GPL das Prinzip “Copyleft”. Das bedeutet, dass eine freie Software, die verändert worden ist, nur mit allen Freiheiten weitergegeben werden darf.
Neue Lizenz
Die letzte Version der General Public License wurde 1991 von der nichtkommerziellen Free Software Foundation (FSF) veröffentlicht. Weil sich seitdem auf dem Computermarkt eine Menge getan hat und die freie Verwendung von Software weiter sichergestellt sein soll, wird die GPL jetzt aktualisiert. In der dritten Version der GPL geht es unter anderem um das digitale Rechtemanagement (DRM). Die Vertreter der Free Software Foundation halten nicht viel von DRM, weil es die Rechte der Nutzer einschränkt und deshalb nicht zu der Idee von freier Software passt. Ein erster Entwurf der neuen GPL steht jetzt im Netz und wird dort diskutiert. Im Frühjahr 2007 soll die neue Version stehen, damit Software auch künftig frei sein kann. “Frei im Sinne von freier Rede und nicht von Freibier”, sagte Richard Stallmann von der FSF.
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