“Es braucht medienpädagogischen Unterricht!”
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Dies und Das
25/07/07
Das sagt der Schweizer Medienpsychologe Daniel Süß als Reaktion auf die Diskussion um Gewaltvideos, Happy Slapping und Cyberbullying. Ein Handyverbot an Schulen alleine reiche nicht aus. Vielmehr müssten die Schüler lernen, kreativ mit Medien umzugehen und nicht destruktiv.
“Generation YouTube”
Die Schweizer Zeitung “20 Minuten” berichtet im Netz in einer Serie über die sogenannte Generation YouTube
externer Link. Darin geht es vor allem um Gewaltvideos, die auf Handys verbreitet werden. Aufgrund solcher Videos wird in der Schweiz derzeit auch ein Handyverbot diskutiert. Teil sechs der Serie besteht aus einem Interview mit dem Medienpsychologen
externer Link Daniel Süß.
“Verbote alleine bringen nichts”
Nach Ansicht von Professor Süß ist ein reines Verbot von Handys das falsche Mittel, auch wenn gewaltverherrlichende oder frauenverachtende Filme natürlich verboten sein müssen. Für Professor Süß steht jedoch nicht die Verbotsstrategie im Vordergrund oder der Ruf nach Filtern, sondern die Frage: “Wie kann man Kinder oder Jugendliche unterstützen, über problematische Darstellungen kritisch nachzudenken und kompetent damit umzugehen.”
Medienpädagogischer Unterricht
Diese Frage wird vom Medienpsychologen aus Zürich auch sogleich beantwortet: “Es braucht medienpädagogischen Unterricht. Jeder wird heute zum Kameramann und Regisseur. Es geht dabei darum, den Jugendlichen die sozialen Konsequenzen des Mediengebrauchs und -missbrauchs zu erklären und sie zu einem kreativen statt destruktiven Medienumgang zu führen.”
Verständigung von Lehrer und Schüler
In letzter Zeit sind auch Lehrer immer häufiger Opfer von Cyberbullying geworden. Nach solchen Provokationen durch digitale Belästigungen rät der Medienpsychologe, als Erstes das Verhältnis von der Lehrperson mit den Schülern zu verbessern. Bis die Verständigung wieder funktioniert, kann es auch sinnvoll sein, das Handy zu verbannen, aber: “Die Konflikte liegen nicht einfach beim Medium. Sondern das Medium wird benutzt, um sie auszutragen.”
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