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Eigentum, das man nicht anfassen kann

Kategorie: Sicherheit
16/10/08

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Dein Fahrrad oder deine Schuhe gehören dir und du passt darauf auf. Vielleicht markierst du manche Dinge auch mit deinem Namen, um anderen zu zeigen, was dein Eigentum ist. Aber wie ist das mit Sachen, die man nicht anfassen kann - eine Idee zum Beispiel, eine Melodie oder eine Geschichte? Diese Dinge sind durch das Urheberrecht geschützt. Aber das war nicht immer so. Im Vergleich zu anderen Rechten ist der Schutz des geistigen Eigentums recht jung.

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Druck durch Buchdruck
Die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) wirft einen Blick auf die Geschichte des Urheberrechtsexterner Linkexterner Link. Demnach kam die Menschheit ziemlich lange ohne dieses Recht aus. Schon die alten Griechen und Römer kannten zwar das Eigentum, aber das bezog sich immer auf Dinge, die man anfassen konnte. Die Erfindung des Buchdrucks Mitte des 15. Jahrhunderts hat entscheidend dazu beigetragen, dass das Urheberrecht sich entwickelt hat. Bücher mussten nicht mehr mühsam mit der Hand geschrieben werden, sondern wurden in großer Zahl gedruckt und verbreitet. Die Autoren wollten Anerkennung für ihre Arbeit und hatten Angst davor, dass ihre Texte kopiert werden, ohne ihren Namen zu nennen.

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Aus Regelungen wurden Gesetze
Das steigende Aufkommen von Kopien musste irgendwie geregelt werden. Zunächst gab es Regelungen für die Drucker, die das alleinige Recht bekamen, bestimmte Bücher zu drucken. Das erste Gesetz zum Urheberrecht ließ aber noch auf sich warten. In Deutschland gab es erst zu Beginn des 19 Jahrhunderts eine erste gesetzliche Regelung, die USA, England und Frankreich waren hier schneller. Es entwickelten sich zwei grundsätzliche Modelle des Rechts am geistigen Eigentum. In den USA und England stand das öffentliche Interesse an der Verbreitung von Wissen im Mittelpunkt. Die Franzosen gingen eher vom Urheber aus und davon, dass ein Werk immer mit einer Person verbunden ist.

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100 Jahre alt
Seit 1901 sind Werke der Musik und seit 1907 auch Fotografien urheberrechtlich geschützt. Das moderne deutsche Urheberrecht ist also erst rund 100 Jahre alt. Und in diesen 100 Jahren hat sich in der Medienwelt einiges getan. Mit Schallplatte, Tonband und CD gab es neue Tonträger, die ein Massenpublikum erreichen konnten. Die Digitalisierung hat dazu geführt, dass Texte und auch Bilder immer leichter verbreitet und kopiert werden können. Das Urheberrecht wird also vor immer neue Aufgaben gestellt, um geistiges Eigentum zu schützen. Und so muss das Urheberrecht ständig angepasst werden. Seit Anfang 2008 ist in Deutschland ein neues Urheberrecht in Kraft, dass den Veränderungen der digitalen Zeit Rechnung trägt.

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