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Die Ordnung der Frequenzen

Kategorie: Netzwerk
01/08/07

Ob GSM, UMTS, DVB-T oder WLAN - diese und viele andere technische Standards funktionieren mit Funk. Entsprechende Frequenzen, um Daten durch die Luft zu senden, sind also sehr wertvoll. Die EU Kommission macht sich nun daran, die Frequenzen in Europa neu zu regeln. Dadurch sollen neue Technologien gefördert und die Wirtschaft gestärkt werden.

Frequenzen sind wertvoll
“Funkfrequenzen sind eine entscheidende wirtschaftliche Ressource und müssen richtig gemanagt werden, damit unser Telekommunikationssektor sein Potenzial entfalten kann,” sagte Viviane Reding, die EU-Kommissarin für Telekommunikation. Nach Angaben der Kommission werden schon heute mit all den verschiedenen Diensten, bei denen Funknetze genutzt werden, in Europa etwa 240 bis 260 Milliarden Euro umgesetzt. Wenn die Ordnung der Frequenzen sich mehr am Markt orientieren würde und flexibler wäre, dann könnte der Umsatz europaweit um acht bis neun Milliarden Euro steigen, so schätzt die Kommission.

Neue Ordnung flexibler
Die EU-Kommission hat viele verschiedene Maßnahmen vorgeschlagen, um die Frequenzen in Europa neu zu ordnen. Das gemeinsame Ziel dieser Maßnahmen ist es, dass Frequenzen flexibler genutzt werden können. Beim Mobilfunk gibt es zum Beispiel die GSM-Richtlinie aus dem Jahr 1987, welche die Frequenzbänder 900 MHz und 1800 MHz für den Standard GSM reserviert hat. Diese GSM-Richtlinie soll aufgehoben werden, damit auch neue und moderne Mobilfunk-, Daten- und Multimediadienste auf diesen Frequenzen ausprobiert werden können. Frau Reding würde sich wünschen, “dass die Frequenzen von neuen und alten Technologien gemeinsam genutzt werden”.

Diskussion läuft
Die EU-Kommission hat eine öffentliche Konsultation gestartet, deren Ergebnisse im September/Oktober veröffentlicht werden sollen. Aus Deutschland gab es Kritik von den Bundesländern, die bislang für die Vergabe von Frequenzen zuständig sind. Auch die Rundfunksender kritisieren das Vorhaben. Sie sehen Frequenzen als ein öffentliches Gut an, das bevorzugt Rundfunkdiensten zur Verfügung stehen sollte. Künftig könnte es passieren, dass Fernsehanbieter und Mobilfunkanbieter sich um Frequenzen streiten und der Höchstbietende den Zuschlag erhält.

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