116 116 - der Sperr-Notruf macht weiter
Kategorie:
Sicherheit
13/01/06
Seit einem halben Jahr gibt es in Deutschland eine neue Notrufnummer: Unter der 116 116 bekommt man zum Beispiel Hilfe, wenn man seine Bankkarte sperren lassen will. Der erste Betreiber des Sperr-Notrufs musste wegen Insolvenz aufgeben. Jetzt gibt es einen neuen Betreiber für den Notruf 116 116.
Das erste Halbjahr
Der Sperr-Notruf ist am 1. Juli 2005 an den Start gegangen, um das Sperren von Bankkarten, Handys und anderen Medien durch eine zentrale Nummer einfacher zu machen. Die Mitarbeiter des Sperr-Notrufs führen die Sperrungen allerdings nicht selbst durch, sondern vermitteln Verbraucher an die zuständigen Stellen. Bislang beteiligen sich aber hauptsächlich Geldinstitute am neuen Notruf. So kann man über die 116 116 inzwischen viele Bankkarten sperren lassen. Beim Verlust eines Handys ist das Sperren der SIM-Karte über den Notruf allerdings schwieriger. Der handysektor hat über das Verhalten beim Verlust des Handys und den Start des Notrufs berichtet.
Alter Betreiber pleite
Für den Sperr-Notruf 116 116 wurde eine neue Firma mit dem fantasievollen Namen “Sperr-Notruf 116 116 GmbH” gegründet. Schon einige Wochen nach dem Start der zentralen Nummer hat diese Firma allerdings Insolvenz angemeldet. Wenn Firmen merken, dass das Geld knapp wird, müssen sie das tun. Und das Geld wurde knapp bei der “Sperr-Notruf 116 116 GmbH”, denn für den technischen Aufbau wurden nach Angaben des Geschäftsführers rund 1,5 Millionen Euro ausgegeben. Gleichzeitig hätten sich Gespräche mit den Banken zur Finanzierung dieser Ausgaben verzögert. Die Anrufe bei der 116 116 wurden in dieser Zeit aber weiterhin beantwortet.
Neuer Betreiber gefunden
Kurz vor Jahresende 2005 hat die Firma “SERVODATA GmbH” den Sperr-Notruf übernommen. Die “SERVODATA GmbH” betreibt zum Beispiel schon seit rund 20 Jahren den zentralen Service zum Sperren von ec-Karten. In der Telefonzentrale der Firma landen jetzt also auch die Anrufe auf die Nummer 116 116. Der Sperr-Notruf soll vom neuen Betreiber weiter verbessert und ausgebaut werden. Das hoffen auch die Verantwortlichen vom Verein Sperr e.V., der für den Notruf zuständig ist. Und natürlich hoffen das auch viele Verbraucher, denn eigentlich wäre es ja sehr praktisch, wenn man nur noch eine Nummer braucht, um verlorene Karten, Handys und so weiter zu sperren.
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