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JIM 2007 ist da!

Kategorie: Gute Seiten
06/12/07

Wie gehen Jugendliche mit Medien um? Auf diese Frage gibt es in der aktuellen JIM-Studie 2007externer Linkexterner Link wieder viele spannende Antworten. Seit 10 Jahren untersucht der Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest (mpfs) das Verhalten von 12- bis 19-Jährigen. Das Handy ist in dieser Zeit immer wichtiger geworden, aber auch die Gewaltproblematik hat zugenommen.

Verbreitung
Handys sind heute ein fester Bestandteil der Jugendkultur geworden. 94 Prozent der Jugendlichen zwischen 12 und 19 Jahren besitzen ein Handy, dabei ist die Quote bei Mädchen etwas höher als bei Jungen. Bei der ersten JIM-Studie 1998 hatten noch weniger als 10 Prozent der Jugendlichen ein eigenes Mobiltelefon.

Kosten
Im Durchschnitt geben Jugendliche 19,70 Euro monatlich für das Handy aus. Je älter die Handybesitzer sind, desto mehr Geld geben sie für den Mobilfunk aus. Die meisten Handynutzer sind nach eigenen Angaben noch nicht abgezockt worden. 14 Prozent der Jugendlichen sind allerdings schon auf unseriöse oder unübersichtliche Angebote hereingefallen.

Funktionen
Über 80 Prozent der Handys von Jugendlichen haben eine eingebaute Kamera und können ins Internet gehen. Zwei Drittel der Geräte haben eine Bluetooth-Schnittstelle und 58 Prozent der Handys können inzwischen auch als MP3-Player genutzt werden. Telefonieren und SMS bleiben trotzdem die wichtigsten Handyfunktionen für Jugendliche. “Fotos machen” und “Musik hören” werden als Funktionen aber immer wichtiger.

Gewaltvideos
Die Verbreitung von gewalthaltigen oder pornografischen Videos über das Handy sorgt in letzter Zeit immer häufiger für Schlagzeilen. Die JIM-Studie 2007 kommt zu dem Ergebnis, dass 87 Prozent der jugendlichen Handybesitzer bekannt ist, dass solche Videos kursieren. Rund ein Drittel der Nutzer gibt an, dass Gewaltvideos oder Pornos im Freundes- oder Bekanntenkreis die Runde machen. 9 Prozent haben selbst schon einmal entsprechende Filme oder Bilder aufs Handy geschickt bekommen.

Happy Slapping
Auch das als Happy Slapping bekannte Aufnehmen und Verbreiten von Prügeleien mit dem Handy nimmt weiter zu. 29 Prozent der Handybesitzer zwischen 12 und 19 haben schon mal mitbekommen, dass eine Schlägerei mit dem Handy gefilmt wurde. Bei der JIM-Studie 2006 lag die Zahl noch bei 14 Prozent.

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